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Der Slowake trainiert derzeit wieder in Ankara © APA (epa)

Der Transfer des slowakischen Teamstürmers Robert Vittek zu Fußball-Meister Red Bull Salzburg ist weiterhin in Schwebe. Der

Der Transfer des slowakischen Teamstürmers Robert Vittek zu Fußball-Meister Red Bull Salzburg ist weiterhin in Schwebe. Der 28-Jährige, dessen Freigabe wegen eines angeblich defekten Faxgerätes erst eine Minute nach Transferschluss am 1. Februar in Salzburg eingetroffen war, hält sich allerdings nicht mehr in seiner Heimat Bratislava fit. Vittek wurde von Ankaragücü in die Türkei zurückbeordert.

Die FIFA-Abteilung für den Status von Spielern hat in dem Fall noch nicht entschieden. Die Online-Eintragung ins seit 1. Oktober 2010 obligatorische Transfer Matching System war am 1. Februar erst drei Minuten nach Mitternacht erfolgt. Ankaragücü hat die Schuld bereits auf sich genommen und das Gutachten einer Firma an den Weltverband geschickt, wonach das Fax tatsächlich defekt gewesen und von 23.15 bis 23.55 Uhr MEZ repariert worden sei.

Wann die FIFA entscheidet, ist aber noch nicht abzusehen. "Wir können nur warten. In diesem Fall gibt es keinen Gewinner", betonte Salzburg-Trainer Huub Stevens. "Aber der Spieler selbst ist der Meistleidtragende. Das Ganze hat ja auch eine menschliche Komponente." Dem Niederländer stehen damit an vorderster Front vorerst weiterhin vor allem ÖFB-Teamstürmer Roman Wallner und der Uruguayer Joaquin Boghossian zur Verfügung.

Laut seinem slowakischen Nationalteam-Kollegen Dusan Svento würde Vittek bereits liebend gerne in der Mozartstadt sein. "Er leidet sehr unter der Situation", versicherte Svento. "Er wäre eine große Verstärkung für uns - sportlich wie menschlich." Vittek, der den Salzburgern kolportierte 2,5 Millionen Euro Ablöse wert gewesen wäre, hatte die Slowakei im Sommer bei der WM in Südafrika mit insgesamt vier Toren ins Achtelfinale geschossen.

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