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FIS-Präsident zog positives Resümee © APA (epa)

Schon vor dem abschließendem Herren-Slalom am Sonntag haben der Ski-Weltverband (FIS) und die Veranstalter eine Bilanz der

Schon vor dem abschließendem Herren-Slalom am Sonntag haben der Ski-Weltverband (FIS) und die Veranstalter eine Bilanz der Alpin-WM in Garmisch-Partenkirchen gezogen. "Es war eine hervorragende WM mit deutscher Gründlichkeit. Ich habe versucht, kritische Punkte zu finden, aber ich bin auf keine draufgekommen", meinte FIS-Präsident Gian Franco Kasper am Samstag.

Der Schweizer hob die "ansprechende Eröffnung" und das "einmalige Publikum" hervor, zu den Bewerben kamen insgesamt 130.000 Zuschauer. "Die Stadien waren sehr gut gefüllt. Und das, obwohl die deutschen Herren in einigen Disziplinen mehr oder weniger nicht anwesend waren." Die Nähe zu Österreich und der Schweiz habe der WM natürlich gut getan, die Auslastung der Stadien betrug zwischen 70 und 100 Prozent.

Die von einigen Athleten kritisierte, harte Pistenpräparierung verteidigte Kasper. "Die Strecken waren sehr gut präpariert, alle Wünsche der Athleten kann man nie erfüllen. Ich bin froh, dass wir harte Pisten hatten, sonst hätten wir die letzten Wettkämpfe nicht mehr durchführen können." Besondere Freude hatte Kasper mit dem Teambewerb.

"Ich bin gegen Chauvinismus in der der Politik, aber im Sport brauchen wir ein wenig davon. Im Skispringen oder Langlauf sind die Staffeln die Bewerbe Nummer eins. Der Teambewerb war einer der spannendsten Events der WM, wir haben einen riesigen Schritt vorwärts gemacht", sagte Kasper, der den Mannschaftsbewerb auf einem guten Weg ins Olympia-Programm sieht. Sogar für Olympia 2014 in Sotschi sieht Kasper Chancen, die Entscheidung soll im März oder April fallen.

Ob die gelungene WM einen positiven Einfluss auf die Münchner Olympia-Bewerbung 2018 haben könnte, wollte das Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) nicht bewerten. "Ich kann nicht sagen, ob es Einfluss auf das Stimmverhalten haben wird. Das wäre reine Spekulation." Alfons Hörmann, der Präsident des deutschen Skiverbands, hofft, dass die Diskussionen um für Olympia notwendige Grundstücke in naher Zukunft endgültig geklärt werden.

Mit der Diskussion um die Zeitmessung fand Kasper aber dann doch noch einen negativen Beigeschmack. "Es ging aber weniger um die Zeitmessung, sondern mehr um das Datensystem. Neutrale Fachexperten haben die Zeiten kontrolliert, alle Zeiten sind absolut korrekt", versicherte der mächtigste Mann des Wintersports. Kasper freute sich über 2.195 akkreditierte Medienvertreter und einen Anstieg der weltweiten TV-Einschaltquoten, der nach ersten Schätzungen drei Prozent betragen hat.

Peter Fischer, der Chef des Organisationskomitees, arbeitete mit 1.300 Menschen am Gelingen der WM. Noch ohne genaue Zahlen vorweisen zu können, versicherte Fischer, dass die WM auch ein finanzieller Erfolg wird. "Wir werden auf jeden Fall mit schwarzen Zahlen abschließen", so Fischer, der auch auf Ausbleiben des angekündigten Verkehrskollaps verwies. Verantwortlich dafür war das Angebot, dass WM-Besucher mit dem Zug gratis an- und abreisen konnten. "Diese WM war ein Lebenstraum, der in Erfüllung gegangen ist. Ich freue mich aber auch auf Montag, wenn wir schlafen können", resümierte Fischer.

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