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Kritik an Linz verstummt © APA (Diener/Freuis)

Die Austria darf im Titelrennen der Fußball-Bundesliga auf ihr neues Sturm-Duo vertrauen. Beim 4:0 gegen Wiener Neustadt

Die Austria darf im Titelrennen der Fußball-Bundesliga auf ihr neues Sturm-Duo vertrauen. Beim 4:0 gegen Wiener Neustadt präsentierten sich die violetten Angreifer am Samstag in bester Torlaune. Kapitän Roland Linz beendete mit zwei Treffern seine fünf Runden währende Flaute, nachdem sein Stammplatz zuletzt hinterfragt worden war. Neuzugang Nacer Barazite präsentierte sich als echte Verstärkung.

Viel war nach dem Frühjahresauftakt über die Verfassung von Linz spekuliert worden. Nach einer nicht problemlos verlaufenen Vorbereitung war der Torjäger von Trainer Karl Daxbacher gegen Ried (1:0) in der Pause vom Feld geholt worden. Mit seinem zweiten Doppelpack dieser Saison gab der Steirer Kritikern nun die beste Antwort. Bei den übrigen Toren von Barazite und Markus Suttner hatte Linz ebenfalls seine Beine im Spiel.

"Fakt ist, dass er letzten Endes doch immer wieder die Tore schießt und die meisten erzielt hat", meinte Daxbacher über seinen Kapitän. Dass Linz vom Austria-Betreuerstab nach dem Auftakt nicht gänzlich unumstritten war, bestätigte der Coach indirekt. "Für ihn hat gesprochen, dass er zum richtigen Zeitpunkt immer da ist. Da nimmt man auch einmal eine schlechte Leistung in Kauf."

Der Steirer selbst wollte von Genugtuung nichts wissen. Das Rätselraten um seine Form sei für ihn kein Thema gewesen. "Für mich selbst war der Druck nicht groß. Ich habe gewusst, dass ich das Toreschießen nicht verlernt habe", erklärte Linz nach seinen ersten Toren seit dem 13. November.

Für Szenenapplaus sorgte auch sein Sturmpartner. Barazite überzeugte mit technischen Gustostückerln und wurde bei seiner Auswechslung von den Austria-Fans dementsprechend gefeiert. "Wenn er mehr Spielpraxis hat, wird er noch besser werden. Er hat das Potenzial, ein sehr wertvoller Spieler für uns zu sein", meinte Daxbacher über den Niederländer.

Der 20-jährige Barazite fühlte sich nach dem Spiel "fantastisch". "4:0 ist ein großartiges Resultat und bei einigen Toren beteiligt zu sein, ist sehr wichtig für mich", sagte der Neo-Stürmer des Vizemeisters. Seine Stärke sei sicherlich das technische Spiel. "Ich mag es zu dribbeln und auch Risiko zu nehmen. Manchmal klappt das, manchmal auch nicht. Aber das ist mein Stil." Dass er mit dieser Philosophie jener der Austria entspricht, dürfte auch den Austria-Verantwortlichen aufgefallen sein.

Für seine Teamkollegen war Barazite natürlich voll des Lobes. "Es kommt mir entgegen, dass wir den Ball flach spielen. Das ist wichtig für mich, weil ich diesen Stil mag. Ich komme von Arsenal und dort wird auch so gespielt." Beim englischen Topclub hatte sich der Austria-Hoffnungsträger nicht durchgesetzt. Auch bei seinem leihweisen Gastspiel bei Vitesse Arnheim war er zumeist nur auf der Bank gesessen. "Warum das so war, weiß ich nicht", hatte Daxbacher bereits vor dem Frühjahresauftakt gerätselt.

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