vergrößernverkleinern
Stronach bleibt Wiener Neustadt dennoch erhalten © APA (Pfarrhofer)

Frank Stronach ist nun offiziell als Präsident des SC Wiener Neustadt zurückgetreten. Wie der Bundesliga-Club am Montag bekannt

Frank Stronach ist nun offiziell als Präsident des SC Wiener Neustadt zurückgetreten. Wie der Bundesliga-Club am Montag bekannt gab, zieht sich der 78-Jährige ab sofort aus allen Funktionen zurück. Bereits im September vergangenen Jahres hatte der Mäzen seinen schrittweisen Rückzug angekündigt. Magna will Wiener Neustadt aber noch bis Ende der Saison 2011/12 finanziell unterstützen.

Stronachs Nachfolger an der Vereinsspitze wird der bisherige geschäftsführende Vize-Präsident Manfred Rottensteiner. Mit Hinblick auf die Lizenz-Entscheidung der Bundesliga sieht dieser den derzeitigen Tabellensechsten durch die Zusage Stronachs über diese Saison hinaus gerüstet. "Wir werden ein reduziertes Budget haben, aber ich gehe davon aus, dass alles glattgeht", meinte Rottensteiner.

Der Ex-Austria-Mäzen Stronach hatte den SC Wiener Neustadt im März 2008 übernommen. Ziel war der Aufstieg in die höchste Spielklasse, der 2009 auch umgehend geschafft wurde.

Hauptsponsor Magna gab bekannt, sich mit Saisonende zu verabschieden. Stronach erklärte sich jedoch bereit, dem Club weiter unter die Arme zu greifen. Rottensteiner fand deshalb nur lobende Worte über den nunmehrigen Ex-Präsidenten.

Bei künftigen Spielertransfers hat Stronach keinen Einfluss mehr. Über diese entscheidet künftig die gesamte Vereinsführung. Spieler wie Alexander Grünwald, Guido Burgstaller oder Tomas Simkovic sollen laut Medienberichten bei diversen Clubs hoch im Kurs stehen.

Wiener Neustadt will sich in Zukunft dennoch als Ausbildungsverein etablieren. Die Wiener Neustädter wollen davon profitieren, dass die Amateur-Teams der Bundesligisten nicht bis in die Erste Liga aufsteigen dürfen. Daher könnten etwa die Youngsters von Rapid und Austria südlich von Wien Bundesliga-Luft schnuppern, anstatt in der Regionalliga zu spielen.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel