vergrößernverkleinern
Fertigstellung kann nun in Angriff genommen werden © APA (Gindl)

Das Klagenfurter EM-Stadion wird keiner Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen. Der entsprechende Antrag wurde am

Das Klagenfurter EM-Stadion wird keiner Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen. Der entsprechende Antrag wurde am Dienstag von SPÖ-Landesrätin Prettner in der Kärntner Landesregierung eingebracht und einstimmig abgesegnet. Die Fachabteilung sei, so Prettner, nach der Prüfung von Unterlagen und Gutachten zu dem Schluss gekommen, dass für das Projekt keine UVP notwendig sei.

Die Stadt Klagenfurt, die das Stadion betreibt, kann nun die Fertigstellung des Ovals in der bestehenden Größe in Angriff nehmen. Derzeit wird die Arena vom Regionalligaverein SK Austria Klagenfurt bespielt. Der Club hofft auf den Aufstieg in die Erste-Liga, derzeit liegt man sechs Punkte hinter Tabellenführer Allerheiligen.

Das Stadion war für die Fußball-EM 2008 errichtet worden. Damals wurde beschlossen, den Oberrang nur temporär zu errichten und nach Ende der EURO wieder abzutragen. Damit würde die Kapazität von 32.000 auf 12.500 reduziert. Nach der EM machten sich der damalige Landeshauptmann Haider, der damalige Klagenfurter Bürgermeister Scheucher und sein Nachfolger im Amt, Christian Scheider dafür stark, das Stadion nicht zurückzubauen. Seither wird darum gestritten, wie es mit dem fast 70 Millionen Euro teuren Bauwerk weitergehen soll.

Die Entscheidung gegen eine UVP basiert laut Prettner auf zwei Rechtsgrundlagen. Einerseits müsse erst ab einer Geländegröße von zehn Hektar eine Prüfung erfolgen, mit fünf Hektar liegt das Stadion weit unter dieser Regelung. Ausschlaggebend sei auch die Parkplatzsituation. Derzeit gebe es im Bereich des Stadions zwar 1.634 Stellplätze, man müsse allerdings jene Zahl an Plätzen abziehen, die bereits vor der Errichtung des Stadions genehmigt worden waren. Somit komme man auf 1.134 Parkplätze, eine Prüfung müsse erst ab 1.500 durchgeführt werden. Landeshauptmann Dörfler betonte, dass nun die von Sportminister Darabos zugesagten 15,5 Mio. Euro für die Fertigstellung fließen könnten.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel