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ÖSV-Kobinierer-Team noch nicht fixiert © APA (Gindl)

Österreichs Nordische Kombinierer und auch alle weiteren Favoriten haben am Mittwoch das erste Sprung-Training für ihren

Österreichs Nordische Kombinierer und auch alle weiteren Favoriten haben am Mittwoch das erste Sprung-Training für ihren Auftakt-WM-Bewerb am Samstag von der Normalschanze absolviert. Von den sechs Österreichern zeigte Willi Denifl mit 106 und 102 Metern die beste Serie, er verzichtete auf den dritten Sprung. Hinter den Kulissen ist der Kampf um das "WM-Leibchen" ausgebrochen.

Zwar hat sich ÖSV-Cheftrainer Baard Jörgen Elden offiziell noch auf keine WM-Starter festgelegt. Triple-Olympiasieger Felix Gottwald und der zweifache Saisonsieger Mario Stecher müssen sich aber keine Sorgen machen, ähnlich wird es wohl auch bei David Kreiner sein. Letzterer hat bei der WM-Generalprobe in Chaux-Neuve seinen ersten Weltcupsieg gefeiert.

Für den wohl besten Langläufer unter den Kombinierern, Felix Gottwald, endete das erste Training mit Weiten von 94,5 - 96 und 92,5 Metern, was freilich kein Grund zu Besorgnis ist. Ramsau-Doppelsieger Mario Stecher war nach einem 96-m-Satz über die letzten beiden Versuche auf 105 und 101,5 m froh. "Ich bin recht zufrieden mit dem zweiten und dritten Sprung, ich bin dabei", meint er mit Blick auf die Konkurrenz. "Wenn das bis Samstag so ist, bin ich guter Dinge."

Mehr oder weniger festgelegt hat sich Stecher über seine Zukunft. "Es ist definitiv die letzte WM in Oslo", meinte Stecher zunächst schelmisch. Sportlich macht er es auch vom Weltcup-Programm für die Saison 2011/12 abhängig. "Wir haben in der Nordischen Kombination einen Aufholbedarf an Wettkämpfen", spricht er die wenigen Schauplätze in dieser Saison an. Die Signale für den nächsten Winter sind aber gut. "Wenn es so ist, steht einer längeren Karriere sicher nichts im Weg. Das werden wir vor den letzten Saison-Wettkämpfen sehen, ich hoffe darauf."

Sein WM-Ziel: "Wie immer, eine gute Leistung zu bieten. Wenn ich die heuer geboten habe, war ich immer vorne dabei, und sehr oft am Stockerl. Aber es ist kein Wunschkonzert, viele habe das gleiche Ziel."

Damit wird es wohl um den vierten noch freien Platz für den Normalschanzen-Bewerb gehen. Willi Denifl hat zumindest nach seinem ersten Auftritt auf dem Midtstubakken schon einmal ganz gute Karten. "Ich bin gut in Form. Ich spüre mich gut und weiß, was ich mache in der Luft." Darum hat er den letzten Sprung auch ausgelassen. "Es sind noch viele Trainings - alte Knochen soll man schonen."

Er hofft natürlich auf einen Einsatz. "Ich habe in den letzten vier Wochen alles dafür gemacht und mich gut weiterentwickelt", verspricht Denifl.

Bernhard Gruber war nach seinem ersten Trainingstag nach einer Serie von 99, 100,5 und 99 Metern nicht zufrieden. "Ich muss ein bisserl kämpfen. Die Verbindung vom Schanzentisch in die Flugphase passt noch nicht ganz. Ich muss morgen mit ordentlichem Dampf über den Vorbau marschieren", meinte er ehrgeizig.

Definitiv nur Ersatzmann ist Tobias Kammerlander, der sich über den "tollen Einstieg" auf dem Holmenkollen freut. Er ist im Fall der Fälle aber bereit: "Wenn sich irgendwo eine Tür auftut, werde ich zuschlagen." Vom Schauplatz Oslo ist auch der 24-jährige Tiroler begeistert. "Ich sauge die positiven Sachen hier auf. Es ist der Ursprung von unserem Sport hier in Norwegen und dementsprechend verhalten sich die Fans."

Am Nachmittag stand für die ÖSV-Truppe noch eine Langlauf-Trainingseinheit auf dem Programm.

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