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Kühbauer, Prohaska und Pangl (v.l.n.r.) © APA (Pfarrhofer)

Zwei Wochen nach der Bundesliga nimmt auch die Erste Liga ihren Frühjahrsbetrieb auf. Geht es im Oberhaus an der Spitze spannend

Zwei Wochen nach der Bundesliga nimmt auch die Erste Liga ihren Frühjahrsbetrieb auf. Geht es im Oberhaus an der Spitze spannend zu, beschränkt sich der Kampf um den Aufstieg in die höchste Spielklasse wohl nur noch auf ein Duell zwischen Admira und Altach. Die Südstädter weisen drei Punkte Vorsprung auf die Vorarlberger auf. Austria Lustenau hat schon 13 Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter.

Herbert Prohaska, der Schirmherr der Liga, ist überzeugt, dass es bis zum Schluss spannend bleiben wird. "Der Kader der Admira ist um eine Spur besser besetzt als jener der Altacher, außerdem haben die Südstädter den Rivalen im einzigen Duell noch zu Gast", sagte Österreichs Jahrhundert-Fußballer, der als Plus der Vorarlberger deren Heimkulisse nannte. Das Duo dürfe sich aber nicht ausrasten, denn es gebe noch genügend Vereine, die ihm Punkte wegnehmen könnten.

"Wir werden alles daransetzen, um vorne zu bleiben. Die Altacher sind sehr stark und besitzen viel Potenzial. Beide Mannschaften könnten in der Bundesliga mitspielen", meinte Didi Kühbauer vom Spitzenreiter. Zwar dürfe man Austria Lustenau nicht vergessen, aber er glaubt nicht, dass das führende Duo solche Schwächephasen bekommen könnte, die andere ausnützen. Mit Stürmer Froylan Ledezma und U21-Team-Mittelfeldspieler Stefan Schwab hat der Admira-Trainer seinen Kader weiter verstärkt.

2009 (SC Wr. Neustadt) und 2010 (Wacker Innsbruck) brachten die Winterkönige ihren Vorsprung letztlich auch ins Ziel. Das sollte für die Admira ein gutes Omen sein, hat sie doch im Herbst jeweils elf Punkte mehr als die Niederösterreicher und die Tiroler geholt. Stichwort Herbst: Auch der Verfolger hat etwas ins neue Jahr mitgenommen. "Wir waren da schon neun Zähler hinten, da hatte auch niemand gedacht, dass wir das noch aufholen", erinnerte sich Altach-Geschäftsführer Christoph Längle.

Die Vorarlberger, die im Vorjahr knapp am Abstieg vorbeischrammten, haben dadurch viel Kraft und Zuversicht ins neue Jahr mitgenommen. "Wir sind bereit, die Mannschaft ist gereift, es wird bis zur letzten Runde spannend", sagte Längle. Coach Adi Hütter hat mit Yeray Ortega, David Jelenko (beide Mittelfeld), Rahman Soyudogru (Sturm) und Thorsten Schick (Abwehr) mehr neue Spieler als gedacht bekommen.

Am Tabellenende sprach Prohaska Schlusslicht Vienna Mut zu. "Bei der Drei-Punkte-Regel sind sieben Zähler auf den rettenden achten Platz nicht die Welt", sagte der Wiener. Den rettenden achten Rang nimmt derzeit der FC Gratkorn, der Freitag-Gegner von Admira, ein. Neunter, der am Ende Relegation spielt, ist momentan der TSV Hartberg. Für drei, vier Teams werde es unter Umständen noch schwierig werden, so Prohaska.

Die Vienna, Wiens einziger Vertreter in der zweiten Profi-Liga, will ihre Rote Laterne in den restlichen 15 Runden loswerden. "Klassenerhalt, wenigstens Neunter werden", heißt das von Alfred Tatar ausgegebene Saisonziel. Um es zu erreichen, haben die Döblinger im Winter aufgerüstet. "Ernst Dospel und der Slowene Erdzan Beciri bilden ein gutes Tandem in der Innenverteidigung und davor soll der Serbe Marjan Markovic mit Champions League-Erfahrung agieren", hofft der Trainer.

Die Schwachstellen in der Defensive sollten damit ausgeräumt sein. Ohne diese Zugänge, wäre man chancenlos gewesen, glaubt Tatar, dessen Truppe vier Punkte Rückstand auf den Vorletzten Hartberg aufweist. Am Freitagabend nach dem Spiel in Altach werden die Blau-Gelben wissen, in welche Richtung es geht. "Wir wollen zeigen, dass wir stark sind und einen Punkt mitnehmen", sagte Tatar, der sich nicht einen Rucksack umhängt, sondern nur von Spiel zu Spiel denkt.

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