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Harald Wurm bei der vorigen WM 2009 in Liberec © APA (Archiv/Gindl)

Die 48. Nordischen Ski-Weltmeisterschaften beginnen am Donnerstag in Oslo gleich mit dem wohl besten Bewerb für die

Die 48. Nordischen Ski-Weltmeisterschaften beginnen am Donnerstag in Oslo gleich mit dem wohl besten Bewerb für die ÖSV-Langläufer. Im Sprint in der freien Technik (Qualifikation 13.30 Uhr/Finali ab 15.00) treten Bernhard Tritscher, Harald Wurm, Markus Bader und Max Hauke sowie Katerina Smutna an. Tritscher und Wurm haben sich das Erreichen des Halbfinales der besten 12 zum Ziel gesetzt.

Die meisten, noch sehr jungen Österreicher in der großen, zehnköpfigen Delegation sollen vor allem Erfahrung sammeln, daher appellierte der Sportliche Leiter Markus Gandler auch daran, unterschiedliche Erwartungshaltungen zu berücksichtigen.

Gandler und die Trainer haben Läufer für die WM nominiert, die zum Teil noch der Juniorenklasse angehören und noch gar keinen Weltcupstart absolviert haben, wie etwa der 18-jährige Steirer Hauke. Doch Ex-Staffel-Weltmeister Gandler hat sich bewusst Oslo für einen "Neustart" ausgesucht und will ein Zeichen setzen. "Ein großes Team war uns wichtig", betonte Gandler am Mittwoch, "es liegt nahe, den Jungen hier die wirkliche Welt des Langlaufs zu zeigen."

Die Zeiten, in denen Österreicher um Medaillen mitgelaufen sind, sind vorbei - zum Teil auch als Folge der Doping-Affären rund um die Winterspiele 2006 in Turin. Der Weg zurück ist hart, das ist auch Gandler klar. "Wir wollen uns kontinuierlich nach oben orientieren, bis zu den Winterspielen in Sotschi 2014 kann viel möglich sein."

Im Sprint ist der Weg Richtung Spitze rascher zu bewältigen als in den Distanzrennen, so haben im WM-Winter schon vier der schnellen ÖSV-Skatingspezialisten Weltcup-Punkte geholt und für nächste Saison drei Startplätze gesichert. Tritscher und Wurm sind die Aushängeschilder, gemeinsam waren sie im Team-Sprint in Düsseldorf sogar Weltcup-Vierte. Doch in Oslo wird der Team-Sprint in der klassischen Technik gelaufen und da besteht noch großer Rückstand auf die Spitze.

Tritscher hat mit zwei Halbfinali im Weltcup (10. und 11.) die besten ÖSV-Saisonresultate erreicht. "Das Halbfinale hier in Oslo wäre ein Traum, als Zehnter würde ich dreimal in die Luft springen", sagte der Salzburger. Der 22-Jährige ist aber Realist, für einen Platz ganz vorne fehlt noch etwas. "Da müssten schon einige stürzen. Aber in Zukunft möchte ich das schon erreichen", erklärte Tritscher.

Die Strecke kommt ihm ebenso wie Wurm entgegen. "Sie ist kupiert, es geht auch bergauf, da kann ich meine Qualitäten gut ausspielen", meinte Tritscher. Zunächst gilt es, in einem Einzelrennen die Qualifikation für die Top 30 zu schaffen, danach geht es im K.o.-System in Sechsergruppen weiter. Der Tiroler Wurm will ebenfalls ins Halbfinale, obwohl er das in dieser Saison noch nicht geschafft hat. "Das muss das große Ziel sein, das will ich schaffen", sagte der 26-Jährige.

Katerina Smutna hat im Gegensatz zu den Herren ihre Vorzüge in der klassischen Technik, ihr wichtigstes Rennen ist der 10-km-Bewerb am Montag. Im Skating-Sprint will sie sich jedenfalls für das Viertelfinale der besten 30 qualifizieren. "Die Top 20 zu schaffen, wäre sehr gut", meinte die Wahl-Tirolerin. Sie ist noch Alleinkämpferin, denn bei den Damen sind die Auswahl-Möglichkeiten nach der Abwanderung eines Trios zum Biathlon begrenzt. Im Nachwuchsbereich gab es durch Nathalie Schwarz und Teresa Stadlober zuletzt schöne Erfolge, doch Oslo war für sie kein Thema. Gandler: "Sie sind noch Jugendliche, eine WM wäre zu viel."

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