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Pangl: "Nicht billiger verkaufen" © APA (Pfarrhofer)

Red Zac ist längst Geschichte, ADEG hat dem Fußball in der Ersten Liga im Sommer 2010 den Rücken gekehrt und so startet die

Red Zac ist längst Geschichte, ADEG hat dem Fußball in der Ersten Liga im Sommer 2010 den Rücken gekehrt und so startet die zweithöchste Profi-Klasse in Österreich auch 2011 ohne Bewerbsponsor ins Frühjahr. "Wir wollen wieder einen Sponsor, es ist nur eine Frage der Zeit. Wir bieten ein gutes Produkt an, wollen uns aber nicht billiger verkaufen als bisher", so Bundesliga-Vorstand Georg Pangl.

Es gebe viele Gespräche mit Kandidaten, die guten Zahlen der Liga hätten das Interesse der Wirtschaft geweckt, fügte der Burgenländer hinzu. Seiner Meinung nach haben sich die Beginnzeiten und das neue TV-Format (Sky und ORF Sport Plus) positiv auf die Spielklasse ausgewirkt. "Die Berichterstattung allein im Fernsehen ist in den ersten 18 Runden der Meisterschaft von 169,6 auf 244,2 Stunden gestiegen. Das ist ein Plus um 45 Prozent", verkündete Pangl.

Dadurch sei das gesamte Werbewert der Liga von 8,7 auf 9,8 Millionen Euro gestiegen. Die Nutzung der Neuen Medien wie Social Media, iPad und iPhone würden in Zukunft noch verstärkt vorangetrieben, kündigte Pangl an. "Wir wollen auf unserer Homepage (www.bundesliga.at) noch intensiver aus der Ersten Liga auch exklusive News anbieten. Die Erste Liga soll ein Plattform für alle Beteiligen werden.

Der Liga-Slogan "Heute für morgen" macht seinem Namen alle Ehre. Die Vereine haben nur 33 Nicht-Österreicher unter Vertrag, aber in der laufenden Saison (21 Runden) bisher 85,8 Prozent (9,5 pro Club) heimische Spieler eingesetzt, wobei 18,8 U21- und 40,9 U23-spielberechtigt waren. "Wir setzen den jungen, österreichischen Weg kontinuierlich auf sehr hohem Niveau fort und wollen das Selbstvertrauen und die Solidarität der Vereine weiter stärken", sagte der Erste-Liga-Vorsitzende Gerhard Stocker.

Dennoch hat die Diskussion über die Liga-Formate und die eventuelle Einführung einer dritten Liga neue Aktualität gewonnen. "Ein Kernteam ist derzeit damit beschäftigt, Vorschläge und Empfehlung an die im Vorjahr gegründete Sportkommission (je fünf ÖFB- und BL-Vertreter) auszuarbeiten, die dann an das ÖFB-Präsidium übergeben werden", erklärte Pangl, der über die "sportliche Verbannung" der Amateurmannschaften von Austria Wien und Red Bull Salzburg gar nicht glücklich ist.

Es gebe eben einen sportlichen und einen Entertainment-Bereich, meinte dazu Stocker. "Diese zwei Komponenten unter einen Hut zu bringen, ist nicht einfach. Ich hoffe, dass die nächste Entscheidung von allen akzeptiert wird und dann auch langfristig hält."

Schweigsam gab sich Pangl am Mittwoch im Zusammenhang mit der angeblich vor sieben Jahren durch die Regierung über den ÖFB an die Bundesliga gewährte Nachwuchsförderung von einer Million Euro, die zur Tilgung von Schulden an das Finanzamt zurückgeflossen sein soll. "Wir kooperieren mit den Behörden und haben größtes Interesse an der Aufklärung mit all den nötigen Konsequenzen", erklärte der Liga-Vorstand, der dazu nicht mehr sagen wollte, weil es sich um ein schwebendes Verfahren handelt. "In den sechs Jahren, seit ich hier bin, ist jeder Euro verantwortungsvoll verwendet worden", beteuerte Pangl.

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