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Umstellung zur WM in Garmisch © APA (dpa)

Anja Pärson startet am Wochenende als große Favoritin in ihre Weltcup-Heimrennen in Aare. Die Schwedin erzielte auch am

Anja Pärson startet am Wochenende als große Favoritin in ihre Weltcup-Heimrennen in Aare. Die Schwedin erzielte auch am Donnerstag im Abfahrtstraining Bestzeit, diesmal aber nur eine hundertstel Sekunde vor der Slowenin Tina Maze. Olympiasiegerin Lindsey Vonn (USA/+0,05 Sek.) folgte knapp dahinter auf Rang drei. Als beste ÖSV-Dame landete Kombi-Weltmeisterin Anna Fenninger (1,55) auf Platz acht.

Weltmeisterin Elisabeth Görgl wurde ebenso wie die deutsche Weltcup-Leaderin Maria Riesch aufgrund eines Torfehlers disqualifiziert. Das Aare-Programm beginnt am Freitag mit der aus Super-G (10.30 Uhr) und Slalom (13.30) bestehenden Super-Kombination, am Samstag folgt die Abfahrt und zum Abschluss am Sonntag (jeweils 10.30 Uhr/alle live ORF eins) ein Super-G. "Ich denke, dass wir in der Super-Kombi ganz vorne mitfahren werden, in Abfahrt und Super-G hoffe ich auf Podestplätze", meinte ÖSV-Damencheftrainer Herbert Mandl zur Zielsetzung.

In Aare sind bei Temperaturen von minus 22 Grad Celsius, wie sie am Donnerstag beim Training herrschten, vor allem die Serviceleute gefordert. "Auf diesem sehr aggressiven und sehr kalten Schnee ist es ganz wichtig, gefühlvoll zu fahren. Und man darf nicht zu scharfe Kanten haben", betonte Mandl.

Für die Läuferinnen bedeutet das natürlich eine riesige Umstellung im Vergleich zur WM in Garmisch-Partenkirchen, wo die ÖSV-Damen bei teilweise frühlingshaften Temperaturen durch Görgl (Abfahrt und Super-G), Fenninger und Marlies Schild (Slalom) vier Goldmedaillen erobert haben. "Dass ich zwei Goldene geholt habe, ist zwar toll, aber nichts Außergewöhnliches. Jetzt herrscht wieder normaler Alltag, da muss man ganz normal weitermachen", sagte Görgl, die aufgrund eines Sponsortermins mit ihren beiden Medaillen nach Schweden reiste.

Michaela Kirchgasser war am Donnerstag als zweitbeste Österreicherin Zwölfte. "Es passt eigentlich ganz gut. In der Super-Kombi ist für mich alles möglich. Ich hoffe, dass der Super-G gut funktioniert. Dass ich Slalom fahren kann, weiß ich eh", betonte die Salzburgerin, der so wie ihren Kolleginnen vor allem die tiefen Temperaturen zu schaffen machen.

"Der Unterschied zu Garmisch ist schon sehr heftig. Je weiter man runterkommt, desto mehr fängt die Kälte im Gesicht zum Beißen an. Wenn die Haut nur 30 Sekunden ungeschützt ist, bekommt man sofort weiße Flecken im Gesicht", erklärte Kirchgasser. Aus diesem Grund kleben sämtliche Skirennläuferinnen die ungeschützten Stellen ab oder tragen spezielle Gesichtsmasken.

Maria Riesch will der Kälte trotzen und den nächsten Schritt Richtung ersten Gesamt-Weltcup-Triumph machen. "Das ist jetzt das ganz große Ziel für diese Saison und das Beste, das man erreichen kann", bekräftigte die 26-Jährige, die mit 156 Punkten Vorsprung auf ihre Erzrivalen Vonn in die Aare-Rennen startet. Riesch wäre die erste deutsche Weltcup-Triumphatorin seit Katja Seizinger 1998.

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