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Felix Gottwald will seine neunte WM-Medaille © APA (Gindl)

Vier Routiniers greifen am Samstag in Oslo nach dem ersten WM-Edelmetall für den ÖSV in der Nordischen Kombination seit 2005.

Vier Routiniers greifen am Samstag in Oslo nach dem ersten WM-Edelmetall für den ÖSV in der Nordischen Kombination seit 2005. Nach den "Nullnummern" in Sapporo und Liberec ist eine Medaille schon im ersten Bewerb das Ziel. Felix Gottwald (35 Jahre), Mario Stecher (33) und David Kreiner (29) haben im WM-Winter schon gewonnen. Vierter Mann in der Normalschanzen-Konkurrenz ist Wilhelm Denifl (30).

Der Kreis der Favoriten ist freilich groß. Olympiasieger Jason Lamy Chappuis (FRA), der als Weltcup-Gewinner praktisch feststeht, hat im Springen Vorteile gegenüber seinen schärfsten Rivalen. Die muss er auch nützen, will er auf den schwierigen Loipen gegen die stärkeren Läufer Magnus Moan, Mikko Kokslien (beide NOR) und Gottwald bestehen. Medaillen-Chancen haben auch Titelverteidiger Todd Lodwick (USA) und die Deutschen.

Gottwald, mit acht Stück (1-2-5) der eifrigste WM-Medaillensammler der ÖSV-Nordischen und zuletzt Einzel-Bronze-Gewinner 2005, hat sich für seine letzte WM perfekt in Schuss gebracht. Er weiß, dass auf der Schanze ein "normaler" Sprung genügt, im Training gelang ihm das nicht immer nach Wunsch. "Springen ist eine eigene Sache, in meinem Alter müsste man eigentlich wissen wie's geht", sagte Gottwald. Ein Rückstand von zwei Minuten vor dem 10-km-Langlauf, den er in Kuusamo bei seinem ersten Saisonsieg aufgeholt hatte, dürfte diesmal zu viel sein, die Hälfte - wie beim zweiten Saisonerfolg in Schonach - wäre eine gute Ausgangsposition.

Auch Stecher könnte zum Medaillengewinner avancieren. Der Doppelsieger von Ramsau hat nach einer Knieverletzung rechtzeitig zu früherer Topform zurückgefunden. Stecher macht aus seinen Ambitionen kein Hehl. "Wenn das Springen so klappt wie meist in dieser Saison und ich im Laufen von Anfang an dabei bin, dann ist alles möglich", erklärte der Schwager von Benjamin Raich. "Mein Ziel ist eine Einzelmedaille."

Kreiner, von der Stimmung auf dem Holmenkollen gefesselt, ist mit der Schanze gleich gut zurechtgekommen. Und die schwierige Loipe mit zwei Anstiegen gefällt dem leichtgewichtigen Tiroler. Denifl erhielt für den Auftakt den Vorzug vor dem Olympia-Dritten Bernhard Gruber (Großschanze), der im Springen Probleme hatte.

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