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Leader Dortmund muss zu den Bayern © APA (epa)

Das 1:0 in der Champions League auswärts gegen Titelverteidiger Inter Mailand hat den FC Bayern München auf den Geschmack

Das 1:0 in der Champions League auswärts gegen Titelverteidiger Inter Mailand hat den FC Bayern München auf den Geschmack gebracht und das "Mia-san-mia"-Gefühl aufkommen lassen. Am Samstag bläst der Rekordmeister in der deutschen Bundesliga zur nächsten Revanche. Der Tabellendritte möchte in der Allianz Arena gegen Spitzenreiter Borussia Dortmund die 0:2-Niederlage vom Herbst wettmachen.

"Wir wollen unbedingt gewinnen, mindestens Zweiter werden in der laufenden Saison. Diese drei Punkte brauchen wir, um dieses Ziel zu erreichen", sagte Vorstandchef Karl-Heinz Rummenigge, und Präsident Uli Hoeneß posaunte zwei Tage vor dem 111. Club-Geburtstag: "Wir sind die bessere Mannschaft und gewinnen mit zwei Toren Unterschied!" Die Münchner sind seit sieben Heimspielen ungeschlagen, der BVB hat in diesem Jahr noch kein Match verloren.

"Die Bayern gehen als Favorit ins Spiel, das sind sie mit dieser Mannschaft doch immer", zeigte BVB-Jungstar Nuri Sahin vor dem Double-Gewinner Respekt. Der Mittelfeldspieler, der keinen Druck spürt, ist sich auch sicher, dass die Bayern sofort da wären, wenn seine Mannschaft oder Bayer Leverkusen nachlassen sollten. Frecher als Sahin gab sich Kevin Großkreuz vor dem XXL-Schlager: "Wir hauen die weg!"

Die Westfalen sehen keinen Grund zur Bescheidenheit. "Wir haben schon viele Dinge gemacht, um die Bayern zu reizen, ohne etwas zu sagen - viele Punkte geholt und sie im Hinspiel geschlagen", sagte Trainer Jürgen Klopp. Es mache keinen Sinn, sich mit den Bayern auf eine Ebene zu stellen. "Aber in einem Spiel können wir uns mit ihnen messen." Im Schlager der Runde trifft das beste Heim- auf das stärkste Auswärtsteam.

Den "Himmelsstürmern" fehlt nur noch ein Sieg zum Bundesliga-Auswärtsrekord, den Werder Bremen (2003/04) und der Hamburger SV (2005/06) mit je elf Erfolgen in der Fremde innehaben. Allerdings liegt ihr jüngstes Erfolgserlebnis in München schon fast 20 Jahre (3:0 am 12. Oktober 1991) zurück.

Auch für die rot-weiß-rote Kolonie wird es wieder interessant, steigt doch mit TSG 1899 Hoffenheim (David Alaba/Andreas Ibertsberger) - FSV Mainz (Christian Fuchs/Andreas Ivanschitz) das nächste Duell zweier Ösi-Vereine. Mit einem Erfolg im Südwest-Derby könnten die Gastgeber bis auf einen Zähler an die fünftplatzierten Rheinhessen herankommen. "Die Ausbeute in der Rückrunde war bisher nicht optimal, aber wir könnten mit drei Punkten gegen 1899 wieder eine Serie starten", sagte Ivanschitz, der versicherte, dass es nach dem 1:3 gegen die Bayern keinen Grund gebe, nervös zu werden.

Hannover 96 (Emanuel Pogatetz), als Vierter bester Ösi-Club, spielt am Samstag in Hamburg gegen St. Pauli. Der 1. FC Nürnberg (Rubin Okotie hat nach der Verletzung von Stürmer Julian Schieber eine große Einsatzchance) muss zu Vizemeister FC Schalke. Der Drittletzte 1. FC Kaiserslautern (Erwin Hoffer/Clemens Walch) empfängt den HSV. Der Vorletzte VfB Stuttgart (ohne Torhüter Marc Zielger/Gehirnerschütterung) tritt in Frankfurt an, wobei VfB-Legionär Martin Harnik appellierte: "Frankfurt hat auch keine breite Brust, wir müssen da mit einem absoluten Siegeswillen auftreten." Werder Bremen (Sebastian Prödl/Marko Arnautovic), nur einen Punkt vom Relegationsplatz entfernt, trifft daheim auf Dortmunds ersten Verfolger Bayer Leverkusen.

Der Schlager am unteren Tabellenende steigt bereits am Freitag. Martin Stranzl trat mit Schlusslicht Borussia Mönchengladbach auswärts gegen den nur vier Punkte besser dastehenden VfL Wolfsburg (15.) an.

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