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Loitzl muss um Teamplatz zittern © APA (Gindl)

Nur 24 Stunden nach der Einzelentscheidung von der Normalschanze in Oslo kämpfen Thomas Morgenstern und Co. auf dem

Nur 24 Stunden nach der Einzelentscheidung von der Normalschanze in Oslo kämpfen Thomas Morgenstern und Co. auf dem Midtstubakken im Teambewerb wieder um Edelmetall. Auch wenn alle Beteiligten immer wieder betonen, dass Medaillen nicht einfach zum Abholen bereit liegen: Österreichs "Adler" sind am Sonntag (15.00) haushohe Favoriten auf den bereits fünften Mannschafts-WM-Titel en suite.

Zweimal Gold 2005 in Oberstdorf, Gold 2007 in Sapporo und Gold 2009 in Liberec: Allein bei Nordischen Titelkämpfen kürten sich Wolfgang Loitzl und Morgenstern viermal zum Mannschafts-Weltmeister. Loitzl ist der beste ÖSV-Nordische bei Weltmeisterschaften überhaupt und führt mit sechs Mal Gold und einmal Bronze, allerdings ist der Einzel-Weltmeister (Normalschanze) von Liberec diesmal keine Bank auf einen Platz im Team.

"Ich sehe die Möglichkeit, mich zu steigern und im Team dabei zu sein. Wenn es dann um die Medaillen geht, hat meine Leistung immer gepasst", sagte der zweifache Familienvater schon vor dem Einzel. Holt er ein weiteres Gold, dann stellt er sogar den alpinen Rekordmann an ÖSV-Goldmedaillen, Toni Sailer, ein. Doch Loitzls Platz wackelt und Cheftrainer Alexander Pointner wollte sich für die Teamaufstellung auch nicht in die Karten blicken lassen. "Diese Gedanken haben hier keinen Platz, jetzt springen wir einmal den Einzelbewerb." Immerhin kann er aus fünf Springern wählen, denn im Individualbewerb hat Loitzl als Titelverteidiger einen fünften Startplatz sicher.

Österreichs "Adler" dominieren auch als Mannschaft die Konkurrenz seit Jahren. Olympia-Gold 2006 und 2010 haben Morgenstern und Co. ebenso ergattert wie auch heuer den Sieg in der Team-Tour im Weltcup. Alle drei Team-Weltcupbewerbe hat Österreich gewonnen und auch im Nationencup ist der nächste Titel nicht mehr zu verhindern.

Gastgeber Norwegen, Deutschland, mit Abstrichen Finnland und Polen sind die schärfsten Konkurrenten der klaren Favoriten. Ein Team-Feeling gibt es erstmals seit 2007 bei Nordischen Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen für Simon Ammann. Der vierfache Einzel-Olympiasieger tritt gemeinsam mit Andreas Küttel, der seine Karriere nach der WM beendet, sowie den Nachwuchsleuten Marco Grigoli und Pascal Egloff an. Dem Quartett darf allerdings nicht einmal das Erreichen des zweiten Durchgangs der besten acht Nationen zugetraut werden.

Wie 2001 und 2005 gibt es zum dritten Mal zwei Skisprung-Teambewerbe bei einer WM. Die Mannschaftskonkurrenz von der Großschanze findet am Samstag, dem 5. März, statt.

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