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Die Routiniers müssen es richten © APA (Archiv/Pessenlehner)

Sturm Graz befindet sich in einer entscheidenden Phase der Fußball-Meisterschaft in "Sturm-Nöten". Mit dem verletzten Roman

Sturm Graz befindet sich in einer entscheidenden Phase der Fußball-Meisterschaft in "Sturm-Nöten". Mit dem verletzten Roman Kienast und dem nicht voll fitten Imre Szabics ist das Parade-Duo der Steirer in der Offensive derzeit außer Gefecht. Vertrauen muss Trainer Franco Foda deshalb auf die zweite Garde. Dieser gehören neben Marvin Weinberger die Routiniers Samir Muratovic und Mario Haas an.

Gemeinsam bringen die beiden Oldies 71 Jahre auf den Buckel. Muratovic feierte am Freitag seinen 35. Geburtstag, Haas ist 36. Für Sturm soll die geballte Routine neben Youngster Weinberger (21) den Erfolg bringen. Franco Foda setzt jedenfalls auf das Duo. "Kienast fehlt natürlich. Aber damit muss man leben, dann müssen sich die anderen beweisen und aufdrängen", meinte der Coach der Grazer vor der englischen Woche gegen die Titelkonkurrenten Ried und Austria.

Kienast (14 Saisontore) und Szabics (5) galten im Herbst als Erfolgsgaranten des Cupsiegers. Den Routiniers blieb vorerst nur die Bank. Während Muratovic nach einem Disput mit Foda für einige Runden nicht einmal im Kader aufschien, wurde Haas seinem Ruf als Joker gerecht. Der 43-fache Internationale bestritt bei nun 18 Saisoneinsätzen kein einziges Spiel von Beginn an. Vor allem als Wirbelwind im Finish war Haas dennoch immer eine Gefahr für die gegnerischen Abwehrreihen.

"Wenn man mich braucht, dann bin ich bereit", beschrieb Sturms Rekordspieler (412 Einsätze) sein Credo treffend. Nun ist das letzte Überbleibsel aus der glorreichen Sturm-Ära doppelt gefragt. Kienast fällt aufgrund eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel wochenlang aus, Szabics verabsäumte nach einer Schulterverletzung einen Großteil der Vorbereitung. Gegen Ried kehrt der Ungar zumindest wieder auf die Ersatzbank zurück. Laut Haas müsse man nun versuchen, gemeinsam diese Lücke zu schließen.

Dem erst im Winter in die Stamm-Elf gerutschten Weinberger könne man dabei nicht die volle Verantwortung auflasten. "Jetzt sind vor allem die Routiniers gefragt. Weinberger hat jetzt die Chance, zu zeigen was er kann. Aber wir dürfen jetzt nicht den ganzen Druck auf ihn anschieben", meinte Haas. Dass es im Meisterschaftsrennen nicht zuträglich ist, dass neben seiner Person auch Spieler wie Muratovic oder Mario Kienzl noch keinen Vertrag für die kommende Saison unterschrieben haben, verneinte der gebürtige Grazer.

"Wir werden trotzdem weiter alle hundert Prozent geben. Alles andere wäre unprofessionell", sagte der zweifache Saison-Torschütze. Laut Oliver Kreuzer - der Sportdirektor hat ebenfalls noch keinen neuen Vertrag - soll erst Ende April über die auslaufenden Verträge gesprochen werden. Im Fall von Haas stehen die Zeichen auf ein weiteres Jahr im Sturm-Trikot. "Mir macht es noch immer Spaß. So wie es derzeit ausschaut, stehen die Zeichen gut", meinte "Super Mario".

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