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Starkes Heimspiel von Rapid Wien © APA (Oczeret)

Rapid hat im dritten Anlauf den ersten Frühjahrssieg in der Bundesliga eingefahren. Die Wiener setzten sich am Samstagabend vor

Rapid hat im dritten Anlauf den ersten Frühjahrssieg in der Bundesliga eingefahren. Die Wiener setzten sich am Samstagabend vor 14.400 Zuschauern im Hanappi-Stadion in der 22. Runde gegen den Kapfenberger SV erwartungsgemäß mit 2:0 (0:0) durch. Atdhe Nuhiu (52.) und Christopher Trimmel (68.), jeweils nach Vorarbeit von Yasin Pehlivan, beendeten damit Rapids Negativserie von drei Spielen ohne Sieg.

Die Truppe von Coach Peter Pacult hat damit auch das sechste Heimspiel gegen den KSV seit dem Wiederaufstieg der Steirer gewonnen und ist im direkten Duell insgesamt weiter ungeschlagen. Neben dem Sieg, mit dem sie bis auf einen Punkt an den viertplatzierten Titelverteidiger Salzburg heranrückten, gab es auch aus personeller Sicht positive Nachrichten. Rene Gartler und Trimmel gaben nach ihren verletzungsbedingten Pausen schneller als erwartet ihr Comeback, Kapitän Steffen Hofmann stand erstmals wieder in der Startformation.

Die Wiener, bei denen Prokopic und Drazan gesperrt fehlten, starteten mit zwei personellen Überraschungen in die Partie. Kapitän Hofmann gab nach überstandener Schambeinverletzung sein Startelf-Debüt im Dress der Hütteldorfer. Noch überraschender war die Nominierung von Gartler in der Anfangsformation. Der Stürmer hatte sich schneller als gedacht von seiner Bänderverletzung im Knöchel erholt und bildete erstmals in einem Pflichtspiel von Beginn an mit Nuhiu ein Sturmduo.

Rapid-Coach Peter Pacult hatte vor der Partie drei Punkte von seiner Mannschaft gefordert. Dementsprechend ambitioniert begannen die Wiener, mit druckvollem Spiel drängten sie die Steirer immer wieder in die eigene Hälfte. Dem Torerfolg stand nur KSV-Goalie Raphael Wolf im Weg, der Kopfbälle von Gartler (5., 10.) und einen Schuss von Kavlak (37.) zur Ecke abwehrte. Die sehr tief stehenden und sehr zurückhaltend beginnenden Gäste, bei denen Trainersohn Michael Gregoritsch gegenüber Deni Alar den Vorzug als Solospitze erhalten hatte, kamen in der 19. Minute zum einzig nennenswerten Torschuss durch Gucher (19.).

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielgeschehen. Rapid drängte auf den Führungstreffer, der auch schnell fiel. Nach einem Querpass von Pehlivan im Strafraum musste Nuhiu am langen Eck stehend nur noch einschieben (52.). Nach 63 Minuten war der Auftritt von Hofmann zu Ende, brachte Pacult den ebenfalls wiedergenesenen Trimmel in die Partie. Und der Wechsel machte sich postwendend bezahlt.

Nach Zuspiel von Pehlivan zog der zuletzt wegen einer Schambeinentzündung außer Gefecht gewesene "Joker" von der Strafraumgrenze ab und traf genau ins Tormanneck (68.). Der Treffer ging ganz klar auf die Kappe von KSV-Goalie Wolf, der anscheinend mit einem Schuss ins lange Eck gerechnet haben dürfte. In der Schlussphase ließen Nuhiu und Salihi gegen in der Offensive harmlose Kapfenberger noch Chancen auf einen höheren Sieg aus.

Die Rapidler hatten damit deutlich weniger Mühe als beim davor letzten direkten Duell im Hanappi-Stadion, das sie erst dank eines Tores in der Nachspielzeit mit 3:2 für sich entschieden hatten.

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