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Die Austria kann jetzt auch hoch gewinnen © APA (rubra)

Die Wiener Austria ist derzeit in der österreichischen Fußball-Bundesliga das Maß aller Dinge. Mit dem 4:0 beim LASK gelang

Die Wiener Austria ist derzeit in der österreichischen Fußball-Bundesliga das Maß aller Dinge. Mit dem 4:0 beim LASK gelang den "Veilchen" in der dritten Frühjahrspartie der dritte Sieg ohne Gegentor. Nebenbei durften sich Zlatko Junuzovic und Co. über den nächsten Ausrutscher des Titelverteidigers freuen: Den Salzburgern fehlen nach dem 0:1 in Wiener Neustadt schon sechs Punkte auf die Austria.

Trotz des jüngsten Erfolgslaufs warnte Daxbacher allerdings vor verfrühter Euphorie. "Es ist ein Auftakt nach Maß, so sollte es weitergehen. Ich gebe aber zu bedenken, dass wir die großen Kaliber noch vor uns haben. Wir sollten jetzt cool und am Boden bleiben", forderte der Coach, dessen Mannschaft am Mittwoch vor eigenem Publikum auf Sturm Graz trifft.

Sein Widerpart Georg Zellhofer wirkte nach der dritten Frühjahrsniederlage ohne erzieltes Tor gezeichnet und sprach von einem Lehrspiel der Austria. "Man muss seinen Mann stehen, mit Herzblut und Leidenschaft spielen, dann kann man über den Kampf ins Spiel kommen. Wenn das die Mannschaft nicht kapiert, wird es für uns alle sehr schwierig", schimpfte der Oberösterreicher.

Gerade einmal zwei Punkte mehr als das Schlusslicht hat Salzburg in diesem Jahr ergattert. Nach dem 0:1 in Wiener Neustadt hält der Meister bei 35 Zählern - seit Red Bull in der Mozartstadt am Ruder ist, stand der Meister nach 22 Runden noch nie so schlecht da. "Das Problem war, dass wir nicht fähig waren, ein Tor zu schießen. Wenn man die Tore nicht schießt, wird es nicht einfacher", analysierte Assistenzcoach Ton Lokhoff in Vertretung des erkrankten Huub Stevens.

Der niederländische Cheftrainer besitzt zwar noch einen Vertrag bis 2012, die enttäuschenden Leistungen der Salzburger in dieser Saison könnten aber zu einer vorzeitigen Trennung führen - als Nachfolgekandidat wird Paul Gludovatz gehandelt, der schon in der Mozartstadt gesichtet wurde. "Er ist öfters in Salzburg. Ich sehe da keine Verbindung. Ich habe mit ihm nicht gesprochen", wiegelte Sportchef Dietmar Beiersdorfer ab.

Der Vorsprung der viertplatzierten "Bullen" auf Rapid schmolz auf einen Punkt, weil die Hütteldorfer gegen den Kapfenberger SV einen überzeugenden 2:0-Erfolg einfuhren. Goalie Helge Payer ortete bei seinem Comeback im Hanappi-Stadion "einen Anflug von Tiqui-Taca", und auch Trainer Peter Pacult zeigte sich zufrieden. "Das war ein Heimspiel, das viel Freude gemacht hat."

Für die Grün-Weißen geht es bereits am Dienstag mit dem Gastspiel in Mattersburg weiter. Mit einem Sieg gegen den Abstiegskandidaten und drei Punkten in der darauffolgenden Partie daheim gegen Ried könnte sich Rapid für das Wiener Derby am 13. März am Verteilerkreis gut in Position bringen. "Mit uns ist wieder zu rechnen", kündigte Torschütze Adthe Nuhiu an.

Auch im Lager von Wacker Innsbruck ist wieder Optimismus eingekehrt. "Das ist so ein Spiel, das einen Trainer stolz macht. Weil sich die Mannschaft den Erfolg erarbeitet hat", sagte Coach Walter Kogler nach dem 2:0-Sieg über Mattersburg, dem ersten Erfolg nach sechs Runden.

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