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Auch zahlreiche Österreich-Fans sind in Oslo © APA (Gindl)

Dank Felix Gottwald haben die ÖSV-Kombinierer erstmals seit 2005 wieder WM-Edelmetall erobert. Doch bei einer Bronzemedaille

Dank Felix Gottwald haben die ÖSV-Kombinierer erstmals seit 2005 wieder WM-Edelmetall erobert. Doch bei einer Bronzemedaille soll es nicht bleiben, in der Teamkonkurrenz von der Normalschanze am Montag (11.30/15.00 Uhr) ist ein weiterer Podestplatz das Ziel. "Der Bewerb ist lauflastig, aber wir sind gut aufgestellt und haben unsere Möglichkeiten", erklärte Gottwald.

Die ÖSV-Trainer nominierten am Sonntag für den Teambewerb (je ein Sprung/4x5-km-Langlauf) das Olympiasieger-Quartett von Vancouver 2010. Damit treten neben Gottwald auch Mario Stecher, David Kreiner und Bernhard Gruber an. Gruber, der Cheftrainer Baard Jörgen Elden im Sprungtraining am Sonntag überzeugte, erhielt den Vorzug gegenüber Wilhelm Denifl. Der Tiroler Denifl war 2003 im Val di Fiemme dabei gewesen, als die insgesamt zweite und bisher letzte ÖSV-Goldmedaille in der Kombination gesichert wurde, diesmal muss er zumindest im Bewerb von der Normalschanze zusehen. "Wir hatten bei der Entscheidung ein Luxusproblem", erklärte der Norweger Elden.

Gottwald zeigte sich mit etwas Abstand zur ersten Entscheidung mit Bronze zufrieden. Eric Frenzel hatte mit der Rekordweite von 109,5 Metern auf dem Midtstubakken einen schönen Vorsprung herausgeholt und Gottwald vermochte die 1:12 Minuten im 10-km-Langlauf im Alleingang nicht wettzumachen. "Es war wegen dem beginnenden Schneefall schwierig, den richtigen Ski zu finden. Ich hatte wettbewerbsfähiges Material, aber um Frenzel einzuholen, hätte ich eine Rakete gebraucht", sagte der Salzburger.

Der erst 22-jährige Deutsche, Vater eines vierjährigen Sohnes, hatte vor einem Jahr in Seefeld seinen zweiten und bisher letzten Weltcupsieg gefeiert. Am Samstag kombinierte er im Nebel perfekt. "Unsere Techniker haben uns Ski gezaubert, die keine Wünsche offen ließen", sagte der Wahl-Bayer aus dem Erzgebirge, der eine große Zukunft vor sich hat.

Für den 35-Jährigen Gottwald nähert sich hingegen das Karriere-Ende mit Riesenschritten, am 12. März ist nach dem Weltcup-Finale in Lahti unwiderruflich Schluss. "Fünf Rennen bleiben mir noch. Ich genieße jeden Bewerb und jede Medaille", sagte Gottwald vor der zweiten Konkurrenz seiner siebenten WM. Am Sonntag verzichtete er auf ein Sprungtraining und genoss den "Brunch" am freien Vormittag.

Um die Medaillen bewerben sich mehr als drei Teams. Nach dem Einzelbewerb scheinen die Deutschen (Ränge 1,2,4,28) die besten Karten zu besitzen. "Wir können gewinnen, aber die anderen sind auch stark", erklärte Tino Edelmann nach dem Gewinn von Einzel-Silber. Edelmann hob die Österreicher hervor. "Sie waren im Trainingswettkampf in Oberstdorf stärker als wir."

Hoch einzuschätzen sind auch die laufstarken Norweger mit Magnus Moan und Mikko Kokslien, aber auch Franzosen (mit Olympiasieger Jason Lamy Chappuis), US-Amerikaner (mit Todd Lodwick) und nicht zuletzt Titelverteidiger Japan besitzen Chancen auf Edelmetall.

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