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Morgenstern lobt den Verband © APA (Gindl)

Ein immer größeres Netzwerk hat das ÖSV-Skisprungteam, angeführt von Cheftrainer Alexander Pointner, in den vergangenen

Ein immer größeres Netzwerk hat das ÖSV-Skisprungteam, angeführt von Cheftrainer Alexander Pointner, in den vergangenen Jahren aufgebaut. Einer der wichtigsten Bausteine für den Erfolg des Teams ist wohl die Installierung von Stützpunkt-Trainern, um auch in kleineren Gruppen, räumlich nahe zu den Wohnorten der Springer, qualitativ noch intensiver arbeiten zu können.

Thomas Morgenstern und Martin Koch zum Beispiel arbeiten in Villach mit Heinz Kuttin zusammen. Die beiden Team-Weltmeister sind mit dieser "Kärnten-Connection" sehr zufrieden. Möglicherweise hilft diese Aufsplittung sogar ein wenig, dass das stärkste Skisprung-Team aller Zeiten sich nicht im ständigen Vergleich aneinander zerreibt.

"Natürlich ist es nicht immer einfach, in so einem Team, das ist klar. Man steht immer in gewisser Anspannung und schaut, was die anderen tun. Es ist nicht immer positiv, aber man kann sich gegenseitig stärken und weiterentwickeln", erklärte Doppel-Weltmeister Morgenstern den internen Konkurrenzkampf. Die Vergleiche mit den Besten der Mannschaft sind quasi gleichzeitig Vergleiche mit den Besten der Welt.

Die Einführung von Stützpunkten hat da zusätzliche Ressourcen offenbart. "Es war ein sehr wertvoller und wichtiger Schritt, Stützpunkttrainer einzusetzen. Ich arbeite seit zweieinhalb Jahren in Kärnten mit Heinz Kuttin - das war für mich ein Goldgriff", ist Morgenstern überzeugt. Die Qualität des Trainings sei gestiegen, es sei motivierend, wenn er auch bei körperlichen Trainings jemanden dabei hat und man sei auch nicht immer gezwungen, Trainingseinheiten mit der gesamten Mannschaft zu absolvieren.

Sein engerer Landsmann Martin Koch sieht das ganz ähnlich. "Der österreichische Skiverband ist im Nordischen Bereich der beste den es gibt. Als riesiges Team hast du aber nie die Möglichkeiten wie als kleines", erklärt Koch, der speziell in diesem Jahr echte Fortschritte sieht, den großen Verband und die kleinen Stützpunkte zu vereinen. "Thomas und ich können mit dem Heinz zu Hause arbeiten, haben aber das back-up vom ÖSV, auch die organisatorischen Sachen werden super erledigt", so Koch. Für ihn ist dies "mit ein großer Baustein für den Erfolg."

Kuttin könne nichts neu erfinden, aber wenn sich ein Trainer intensiv mit nur zwei Leuten beschäftigen kann, hat dies eben Vorteile. "Er kennt uns von klein auf. Er kann ganz anders einwirken und dich auch anders betreuen, weil er mehr Zeit hat als Pointner. Es ist alles viel feiner, viel genauer und einfacher", findet Koch große Worte des Lobs.

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