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Sumann und Landertinger treten im Mixed-Bewerb an © APA (Archiv/Schlager)

Der Auftaktbewerb der Biathlon-Weltmeisterschaften in Chanty-Mansijsk am Donnerstag stellt für Österreich eine Premiere dar.

Der Auftaktbewerb der Biathlon-Weltmeisterschaften in Chanty-Mansijsk am Donnerstag stellt für Österreich eine Premiere dar. Ramona Düringer, Iris Waldhuber, Christoph Sumann und Dominik Landertinger treten in der allerdings noch kurzen WM-Geschichte des Bewerbes erstmals in der Mixed-Staffel an. Das Quartett ist dabei allerdings Außenseiter.

Der Olympiazweite Sumann ist nach einem Intensivtrainingsblock für die Titeljagd in Sibirien zuversichtlich. Auf eine Prognose für den Mannschaftsbewerb über 2 x 6 plus 2 x 7,5 km (12.30 Uhr, live ORF eins) wollte er sich allerdings nicht einlassen und erwartet aufgrund des noch existenten Abstandes der ÖSV-Damen zur Weltspitze auch keine Wunderdinge. "Obwohl wir wahrscheinlich nicht um die Medaillen mitlaufen werden, wollen wir bei der WM-Premiere voll angreifen", bekräftigte Sumann am Mittwoch im Gespräch mit APA.

Der Bewerb habe sich mittlerweile voll etabliert, alle Nationen werden in Bestbesetzung antreten. "Es geht um Medaillen und da wollen alle dabei sein, wir werden auf alle Fälle Vollgas geben", versprach der Steirer. Es sei jedenfalls ein wichtiges Signal, dass Österreich nun auch in der gemischten Staffel vertreten ist, bekräftigte Sumann. Für ihn persönlich stelle der Auftakt einen "idealen" WM-Einstieg und auch Härtetest für den Sprint am Samstag dar. Die Trainingseinheiten zu Wochenbeginn seien vielversprechend verlaufen, einer gelungenen WM stehe also nicht im Wege, gab sich der Routinier optimistisch.

Die herrschenden Temperaturen, am Mittwoch waren es bei leichtem Wind rund minus 15 Grad, seien kein echtes Problem und im WM-Ort ohnehin üblich. Das stabile, kalte Wetter mache zumindest die Aufgabe für das Serviceteam einfacher, so Sumann. Auch Massenstart-Titelverteidiger Landertinger, der wie Sumann alle sechs Rennen laufen will, sieht die Mixed-Staffel als wichtige Standortbestimmung für die Einzelrennen. In diesen rechnet er sich ja wie Sumann, Simon Eder und Daniel Mesotitsch gute Medaillenchancen aus.

Das tun die zwei ÖSV-Damen nicht, ihr Abstand zur Weltspitze ist noch zu groß. Die Steirerin Waldhuber gewann in diesem Winter zwar zwei IBU-Cup-Rennen, im Weltcup ist sie wie Düringer aber noch punktelos. Auf höchstem Niveau sei sie des öfteren noch "blockiert" und könne deshalb ihre ganzes Leistungsvermögen nicht zeigen, sagte Waldhuber.

Dem Vergleich mit den Besten sieht die 23-Jährige trotzdem freudig entgegen. "Es ist toll, eine Mixed-Staffel laufen zu können. Wir wollen eine gute Leistung abrufen und uns stark präsentieren", betonte Waldhuber. Die um zwei Jahre jüngere Düringer hatte in ihrer erst zweiten Biathlon-Saison nach dem Umstieg vom Langlauf vor allem im Schießen noch Aufholbedarf. Aber gerade am Schießstand gelte es, ohne Strafrunde zu bleiben, forderte Sumann. Denn dann könne im Kampf um Spitzenplätze "viel passieren", so der Vizeweltmeister im Massenstart.

WM-Medaillen im (noch) nicht olympischen Mixed-Bewerb werden seit 2005 vergeben. Im Vorjahr fanden die Titelkämpfe aufgrund der Olympischen Spiele außerhalb davon, und zwar auch in Chanty-Mansijsk im Rahmen des Weltcup-Finales, statt. Damals siegte Deutschland vor Norwegen und Schweden. Noch im Frühjahr ist die Aufnahme der gemischten Staffel in das Olympia-Programm ab 2014 zu erwarten.

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