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Maierhofer will im Europacup spielen © APA (dpa)

Der MSV Duisburg hat gute Chancen nächste Saison im Europacup zu spielen. Der deutsche Fußball-Zweitligist zog am Dienstagabend

Der MSV Duisburg hat gute Chancen nächste Saison im Europacup zu spielen. Der deutsche Fußball-Zweitligist zog am Dienstagabend mit einem 2:1-Sieg im Halbfinale des DFB-Cups gegen Cottbus zum 4. Mal ins Endspiel ein. "Ich hoffe, dass die Bayern gewinnen, weil sie sich sicher für die Champions League qualifizieren und wir dann nächstes Jahr international spielen", so MSV-Stürmer Stefan Maierhofer.

Der ÖFB-Teamstürmer hatte vor 31.500 Zuschauern in der MSV-Arena großen Anteil am Erfolg der Duisburger, erzielte er doch in der 24. Minute den glücklichen Führungstreffer. Es war bereits sein vierter Treffer in der laufenden Cup-Saison nach Toren gegen den Hallescher FC (2) und 1. FC Köln. Auch sonst brachte Maierhofer eine starke Leistung und überzeugte auch einmal mehr durch seine große Laufbereitschaft. "Es war ein Wahnsinn, wie uns die Fans gepusht haben, es war ein geiles Spiel und überragendes Gefühl", sagte der 28-jährige Ex-Rapidler. Coach Milan Sasic sprach von einem "Spiel für die Geschichtsbücher".

Die Duisburger dürfen sich auch aus finanzieller Sicht freuen, Gechäftsführer Roland Kentsch bezifferte die Einnahmen inklusive Finale auf sechs Millionen Euro brutto. "Jetzt freuen wir uns auf ein riesiges Spiel in Berlin. Aber die Rollenverteilung ist klar: Wir gehen als Underdog ins Finale", sagte Kentsch vor dem Aufeinandertreffen am 21. Mai.

In Berlin soll dann auch wieder einer auf dem Platz stehen, der in Duisburg noch nicht einmal im Stadion sein konnte. Der am Knie verletzte Mittelfeldmann Julian Koch musste den Sieg im Krankenhaus vor dem Fernseher verfolgen - und war auf Plakaten, Videowänden und in den Köpfen seiner Mitspieler doch allgegenwärtig. "Wir haben auch für Julian gespielt", sagte Maierhofer. Wie lange der 20-jährige Koch noch ausfällt, ist völlig offen. Auch am Tag nach dem Sieg gab es keine exakte Diagnose.

Es ist das erste DFB-Cup-Finale für den MSV seit 1998, damals war er Bayern München mit 1:2 unterlegen. Endspiel-Niederlagen hatte es auch 1966 (2:4 gegen Bayern München) und 1975 (0:1 gegen Eintracht Frankfurt) gegeben. Maierhofer, dessen Leih-Vertrag vorerst nur bis Saisonende läuft, fühlt sich wohl beim in der Meisterschaft seit drei Runden sieglosen Tabellensechsten der zweiten Liga. "Ich bin jetzt acht Monate hier und fühle mich extrem wohl. Hier entwickelt sich etwas, der zusammengewürfelte Haufen hat sich zu einer eingeschworenen Einheit entwickelt", meinte Maierhofer.

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