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Salzburger Jubeltraube nach Elfergeschenk © APA (Leodolter)

Meister Salzburg hat am Mittwochabend in der 23. Bundesliga-Runde einen überaus glücklichen 1:0-(1:0)-Erfolg in Kapfenberg und

Meister Salzburg hat am Mittwochabend in der 23. Bundesliga-Runde einen überaus glücklichen 1:0-(1:0)-Erfolg in Kapfenberg und damit den ersten Sieg im Jahr 2011 gefeiert. Dank eines Elfertors von Roman Wallner in der Nachspielzeit der ersten Hälfte schafften die "Bullen" erstmals seit 13. März 2010 (1:0-Heimsieg) wieder einen vollen Erfolg und ein Tor gegen die Mannschaft von Werner Gregoritsch.

Salzburg ist damit weiter Tabellenvierter, dem Titelverteidiger fehlen aber nun nur noch vier Punkte auf die Spitze, da Tabellenführer Austria Wien im Schlager gegen Sturm Graz 2:2 spielte. Die im Frühjahr noch immer punkt- und torlosen Kapfenberger bleiben Achter, haben jedoch weiter 13 Punkte Vorsprung auf das Schlusslicht LASK Linz.

Salzburg-Coach Huub Stevens war nach seiner Grippe-Erkrankung wieder so weit genesen, dass er auf der Trainerbank Platz nahm. Und im Tor der Gäste gab Eddie Gustafsson sein Comeback. Der 34-jährige Schwede hatte seit 18. April 2010, als er bei einem Foul von LASK-Stürmer Lukas Kragl einen Schien- und Wadenbeinbruch im linken Unterschenkel erlitten hatte, kein Pflichtspiel mehr für die "Bullen" bestritten.

Die Stevens-Elf war die ersten 35 Minuten klar spielbestimmend. Vor allem Alan (5., 14. und 33.) war ein ständiger Gefahrenherd, dazu landete noch ein leicht abgefälschter Wallner-Weitschuss an der Latte (17.). Erst im Finish von Hälfte eins kamen die Steirer etwas auf, auch weil Gustafsson Unsicherheiten zeigte. Zuerst flog der Goalie im Strafraum bei einem Kocin-Corner vorbei. Nur wenig später agierte er erneut zu zögerlich, hatte aber wiederum Glück, weil Hüttenbrenner den Ball nicht richtig traf (beide 40.).

Unmittelbar vor dem Halbzeit-Ende wurde es dann hektisch. Zunächst verbannte Schiedsrichter Harald Lechner Kapfenberg-Trainer Gregoritsch wegen Kritik auf die Tribüne (45.) und verhängte unmittelbar danach einen Foulelfer, der gar keiner war. Die Zeitlupe zeigte nämlich deutlich, dass nicht Hüttenbrenner Salzburg-Angreifer Alan zurückgerissen hatte, sondern es genau umgekehrt gewesen war. Wallner ließ sich dieses "Geschenk" jedenfalls nicht entgehen und traf in der Nachspielzeit zum 1:0.

Es war der erste Salzburger Treffer gegen Kapfenberg nach 390 Minuten. Und knapp nach dem Wechsel hätte es beinahe schon 2:0 geheißen, doch Alan hatte Pech und traf die Latte (48.). Aber auch auf der Gegenseite war das Torgebälk im Weg: Zunächst scheiterte Sencar mit seinem Kopfball nach einem Kocin-Corner an der Latte, die auch Fukal per Kopf traf, während Trainer-Sohn Michael Gregoritsch mit seinem Kopfball an Cziommer scheiterte.

Auch in der Folge wurden hüben wie drüben Topchancen vernebelt: Zunächst vergab Jantscher den Matchball für die Gäste (72.), die Gustafsson mit einem tollen Reflex bei einem Hüttenbrenner-Ferserl nach Stanglpass von Elsneg vor dem Ausgleich bewahrte. Im Finish zischte noch ein Taboga-Kopfball knapp am langen Eck vorbei (82.) und Elsneg traf nach einem gefährlichen sowie von Gustafsson nur kurz abgewehrten Kocin-Freistoß Salzburg-Verteidiger Afolabi (86.).

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