vergrößernverkleinern
Die Stadtpremiere lieferte die Arena "Auf Schalke" © APA (Archiv/dpa)

Wie andere Wintersportarten erobert nun auch der Biathlon zunehmend die Städte. Neben der bereits etablierten World Team

Wie andere Wintersportarten erobert nun auch der Biathlon zunehmend die Städte. Neben der bereits etablierten World Team Challenge im Fußball-Stadion von Gelsenkirchen geht am 10. April auch in Moskau erstmals eine Veranstaltung in einer großen Sportarena über die Bühne.

Austragungsort für die Premiere des "Champions Race" im Zeichen des 50-Jahr-Jubiläums des ersten bemannten Weltraumfluges von Juri Gagarin (12. April 1961) ist die Olympia-Halle im Zentrum der russischen Hauptstadt, es werden mehr als 20.000 Zuschauer erwartet.

Unter den eingeladenen Athleten sind auch die Österreicher Simon Eder, Dominik Landertinger, Christoph Sumann und Daniel Mesotitsch. Eder erwartet sich, dass die Veranstaltungen in Sportstadien außerhalb der Wintersportregionen in naher Zukunft auch Einzug in den Weltcup-Kalender finden werden. "Ich bin mir sicher, dass solche Bewerbe in Zukunft immer wichtiger werden", meinte der Salzburger. Die Aufnahme in den Weltcup dürfte allerdings noch einige Jahre auf sich wartenlassen, ist er sich allerdings sicher.

Der Weltverband (IBU) steht der Entwicklung nicht negativ gegenüber, eine baldige Integrierung in den Weltcup ist aber aktuell kein Thema. "Wir wollen diese Entwicklung nicht behindern. Die Bewerbe auf Schalke und in Moskau sind von uns autorisiert, mit der Weltcupserie hat das aber nichts zu tun", sagte IBU-Generalsekretärin Nicole Resch auf Nachfrage der APA - Austria Presse Agentur. In den IBU-Gremien werde laufend über Innovationen nachgedacht, derzeit gebe es bezüglich der Stadionbewerbe aber "nichts Konkretes" und über Szenarien in fünf, zehn Jahren wolle sie nicht spekulieren, so die Deutsche.

Die auch wegen der hohen Preisgelder für die Athleten attraktiven Bewerbe, seien eine schöne Abwechslung im Wettkampfkalender, betonte Eder. Dem pflichtete auch Sumann bei. Der Steirer war bereits einige Male auf Schalke mit dabei. Die Atmosphäre mit 50.000 Zuschauern sei einmalig, sagte der Routinier. Allerdings findet er das Format mit kurzen Laufabschnitten außerhalb des Stadions auch gewöhnungsbedürftig. Auch Resch wies darauf hin, dass die "sportliche Herausforderung" nicht so groß wie bei herkömmlichen Bewerben sei.

Der Bewerb auf Schalke findet heuer aufgrund einer Verschiebung erst nach Ende der Weltcupsaison am 27. März statt. Danach geht es für die Stars der Szene dann nach Moskau und schließlich noch zu einem weiteren Einladungsbewerb auf die russische Halbinsel Kamtschatka.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel