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Northug ist gesundheitlich angeschlagen © APA (epa)

Das Staffelrennen der Herren ist für die langlaufverrückten Norweger der Höhepunkt der Weltmeisterschaften in Oslo. Rund

Das Staffelrennen der Herren ist für die langlaufverrückten Norweger der Höhepunkt der Weltmeisterschaften in Oslo. Rund 100.000 Fans werden zu dem 4x10-km-Bewerb am Freitag (12.45 Uhr/live ORF eins) auf dem Holmenkollen erwartet, die rund 20.000 Plätze im Stadion waren im Vorverkauf binnen weniger Stunden ausgebucht.

Doch die beinahe "geforderte" Goldmedaille in dem Prestigerennen schien 24 Stunden vor dem Start etwas unsicher - Topstar Petter Northug war gesundheitlich angeschlagen.

Northug hatte schon nach dem Team-Sprint, in dem er mit Ola Vigen Hattestad Silber holte, über Probleme geklagt. Am Donnerstag hieß es, der programmierte Schlussläufer leide an einer "Infektionsreaktion der Atemwege" und zeige "Symptome einer aufziehenden Grippe". Northug will jedenfalls dabei sein. "Er fühlt sich bereit und wir sind optimistisch, aber wir versprechen nichts", sagte Teamarzt Hans Petter Stokke. Für den Abend war ein weiterer Bericht über den Gesundheitszustand angekündigt.

Mit dem Weltmeister in der Doppelverfolgung steht und fällt das Norge-Quartett. Bei den Winterspielen in Vancouver hatte er als letzter Mann nur noch Silber retten können, bei der Heim-WM sollte aber dank seiner Klasse die sechste Goldmedaille in Serie her. Das einzige Land, das Norwegen seit 1991 (9 Siege) bezwungen hat, ist ausgerechnet Österreich. Christian Hoffmann hatte 1999 in Ramsau Thomas Alsgaard im Sprint niedergerungen. Doch in Oslo ist "Österrike" gar nicht vertreten, der Vergleich mit der Weltklasse im Staffelrennen wäre für die jungen ÖSV-Läufer eine Nummer zu groß.

Olympiasieger Schweden gilt als größter Herausforderer der Gastgeber. Sprint-Weltmeister Marcus Hellner und Co. laufen um den ersten Staffel-WM-Titel für das Dreikronen-Team seit 1989, auch Russland gilt als Titelaspirant. Für Norwegen steht jedenfalls viel auf dem Spiel. Denn die Enttäuschung der Winterspiele 1994 in Lillehammer soll sich nicht wiederholen. Damals hatte der Italiener Silvio Fauner den Norge-Superstar Björn Dählie um 0,4 Sekunden hinter sich gelassen.

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