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Alle supersauber östlich des Urals © APA (epa)

Der Internationale Biathlon-Verband (IBU) tut auch bei der aktuellen WM in Chanty-Mansijsk sein Möglichstes, um etwaige

Der Internationale Biathlon-Verband (IBU) tut auch bei der aktuellen WM in Chanty-Mansijsk sein Möglichstes, um etwaige Doping-Betrüger zu erwischen und abzuschrecken. Neben den üblichen Urin- und Bluttests auf verbotene Substanzen wird auch nach Plastikrückständen von Transfusionen gefahndet. Laut IBU hat das Testprogramm keinerlei Anhaltspunkte auf Manipulationen geliefert.

"Wenn es Hinweise gibt, werden wir auch gezielt testen. Aber Verdachtsmomente liegen uns derzeit keine vor", betonte -Generalsekretärin Resch. Zuletzt war vor allem der russische Verband nach mehreren Dopingfällen in der Kritik gestanden. Die früheren WM-Medaillengewinner Dimitri Jaroschenko, Albina Achatowa und Jekaterina Jurjewa wurden wegen EPO-Dopings Ende 2008 allesamt für zwei Jahre gesperrt. Zudem gab es 2009 noch zwei weitere Fälle im Land des WM-Gastgebers, der auch im Langlauf einige positive Tests zu verzeichnen hatte.

Die Androhung von harten Sanktionen, eine hohe Geldstrafe der IBU und der drohende weitere Imageverlust im Vorfeld von Olympia 2014 in Sotschi zeigten nun aber offenbar Wirkung. "Die Dopingproblematik wird vom russischen Verband genauso ernst genommen wie von uns", stellte Resch auf Nachfrage der APA - Austria Presse Agentur klar. Die internen Veränderungen auf Funktionärs- und Trainerebene der Russen als Folge der Vorfälle sei ebenfalls positiv zu bewerten.

In die Verlegenheit, dass sich die drei ehemaligen Dopingsünder nach dem Ende ihrer Sperren bei der WM vor der größtmöglichen Öffentlichkeit präsentieren können, kam die IBU und auch die russischen Gastgeber aber ohnehin nicht. Staffel-Olympiasiegerin Achatowa versuchte nach ihrer Sperre im vergangenen Dezember erst gar kein Comeback. Jurjewa und Jaroschenko scheiterten an der internen Qualifikation. Was die IBU laut Resch emotionslos zur Kenntnis nimmt. "Ich sehe das leidenschaftslos. Sie haben ihre Strafe abgesessen und können, wenn sie es leistungstechnisch schaffen, wieder teilnehmen", meinte die Deutsche.

In dieser Saison hatte bisher lediglich das angebliche Auffinden von Dopingpräparaten mit kyrillischen Etiketten im einem Hotel der Teams aus Weißrussland, Russland und Deutschland Anfang Dezember in Östersund für einiges Aufsehen gesorgt. Der kolportierte Doping-Verdacht habe sich aber nicht erhärtet, so Resch.

Die IBU erhielt in Rücksprache mit der schwedischen Behörden keinerlei Hinweise auf Doping. "Es wurde uns nicht einmal bestätigt, dass es sich um Dopingsubstanzen gehandelt hat", sagte Resch. Eine Antwort auf die Anfrage um Übermittlung eines Untersuchungsberichtes der schwedischen Polizei sei bisher ergebnislos geblieben. Außerdem gab es in dieser Saison wegen unregelmäßiger Blutwerte noch eine sogenannte "Schutzsperre" gegen einen finnischen Athleten.

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