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Simon Eder und Kollegen haben viel vor © APA (Parigger)

Aus der Außenseiterposition heraus gehen die österreichischen Biathlon-Herren am Samstag (10.00 Uhr) im ersten Einzelbewerb der

Aus der Außenseiterposition heraus gehen die österreichischen Biathlon-Herren am Samstag (10.00 Uhr) im ersten Einzelbewerb der Weltmeisterschaften in Chanty-Mansijsk östlich des Ural-Gebirges auf Medaillenjagd. Simon Eder, Dominik Landertinger, Daniel Mesotitsch und Christoph Sumann haben durchwegs eine schwierige Saison hinter sich, sind im Sprint über 10 km aber dennoch für Spitzenplätze gut.

Bis auf Sumann ist jeder aus dem Quartett in dieser Saison bereits auf dem Podest gestanden und die unmittelbare Vorbereitung verlief wunschgemäß. Wegen ihrer Krankheits-Vorgeschichte sind die Olympia-Staffelzweiten mit Ankündigungen aber sehr zurückhaltend. So ist Massenstart-Titelverteidiger Landertinger, der sich wie Sumann in der Mixed-Staffel (Platz sieben) für den Sprint in Schwung brachte, noch ein wenig skeptisch. "Es wird nach der turbulenten Saison nicht einfach, ganz vorne mitzumischen", betonte Landertinger.

Der 7,5-km-Abschnitt in der gemischten Staffel sei ein idealer Härtetest gewesen. "Das war als Durchputzer sehr wichtig, denn das erste Rennen ist immer zäh. Das Laufen war ok. Es geht aber noch mehr, ich habe mir noch was aufgehoben", so der Weltmeister, der mit seiner Schießleistung aber vollauf zufrieden war. Der Tiroler hat gute Erinnerungen an den WM-Ort, im Vorjahr gewann er in Sibirien den Saisonabschluss im Massenstart. Heuer stand er im Jänner in Ruhpolding als Dritter einmal auf dem Podest.

Im Gegensatz zu Landertinger vermochte Sumann im Mixed-Bewerb am Schießstand nicht zu überzeugen. Der Olympia- und WM-Zweite musste als einziger Österreicher in die Strafrunde, in der Loipe war er jedoch unter den Allerschnellsten. Deshalb ist dem Steirer im Sprint auch durchaus eine Medaille zuzutrauen. "Das war ein guter Start im Läuferischen, im Schießen muss ich noch ein wenig nachsetzen", meinte Sumann.

Eder und Mesotitsch waren nicht für den Teambewerb nominiert gewesen und nutzten den Donnerstag deshalb noch für ein letztes hartes Training. Der Salzburger Eder wähnt sich aber noch nicht in Hochform. "Die Trauben hängen sehr, sehr hoch. Zu den Favoriten zähle ich mich nicht, weil die Vorbereitung wegen meiner fiebrigen Erkältung nicht wunschgemäß war. Ich hoffe aber, dass es mit jedem schnellen Kilometer im Rennen besser wird", sagte Eder im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Wie Landertinger konnte der Salzburger in Chanty-Mansijsk im Weltcup bereits gewinnen, er feierte hier 2009 seinen bisher einzigen Sieg. Das beste Saisonergebnis des treffsicheren Schützen ist Platz zwei in der Hochfilzen-Verfolgung, als er im Dezember nach Rang sechs im Sprint ohne Fehlschuss nach vorne stürmte.

Der Kärntner Mesotitsch zählt den "hektischen" Sprint nicht zu seinen Lieblingsbewerben. Der Routinier, im Dezember in Pokljuka Österreichs bisher einziger Saisonsieger, haderte bis vor einigen Wochen noch mit einer hartnäckigen Krankheit und musste deswegen im Weltcup lange pausieren. Aufgrund der jüngsten Trainingsleistungen ist er dennoch optimistisch. "Für mich ist das wie ein zweiter Saisonauftakt. Wenn ich fit war, dann hat die Laufzeit immer gepasst, das stimmt mich zuversichtlich. Es müsste also hinhauen" sagte Mesotitsch zur APA.

Die österreichischen Damen Iris Waldhuber und Ramona Düringer gehen vier Stunden nach den Herren auf die Sprint-Strecke. Für sie ist über 7,5 km ein Spitzenplatz jedoch nicht realistisch, ein Platz unter den besten 30 wäre schon ein Erfolg.

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