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Kostelic wird den Weltcup wohl locker heimbringen © APA (epa)

Im slowenischen Skiort Kranjska Gora bestreiten die alpinen Ski-Herren die jeweils vorletzten Bewerbe in Riesentorlauf (Samstag)

Im slowenischen Skiort Kranjska Gora bestreiten die alpinen Ski-Herren die jeweils vorletzten Bewerbe in Riesentorlauf (Samstag) und Slalom (Sonntag/jeweils 9.30/12.30 Uhr). Die nächsten Kugel-Entscheidungen sind möglich, der in der Gesamtwertung überlegen Führende Ivica Kostelic kann nach dem Sieg in der Kombi-Wertung auch im Kampf um die große Kugel bereits vorzeitig alles klar machen.

569 Punkte liegt der bei 1.294 Zählern haltende Kroate in der Gesamtwertung acht Einzelrennen vor Schluss vor Didier Cuche in Führung. Der Schweizer fährt aber keinen Slalom und auch der Rest der Verfolger ist zu weit weg, um Kostelic noch ernsthaft zu gefährden. Der Zagreber kann sich deshalb schon voll auf den Kampf im Slalom-Weltcup konzentrieren. Denn dort liegt der französische Weltmeister Jean-Baptiste Grange nur 36 Punkte zurück.

Österreichs zuletzt in Bansko mit dem Doppelsieg von Mario Matt vor Reinfried Herbst wiedererstarkte Slalom-Truppe ist im Slalom-Kugel-Kampf hingegen schon ohne Chance. Der viertplatzierte Marcel Hirscher fährt wie der ebenfalls verletzte Benni Raich diesen Winter keine Rennen mehr. Herbst (6.) und Co. sind abgeschlagen. Noch klarer ist die Situation im Riesentorlauf (1. Lauf Kurssetzer Florian Raich), in dem der dreifache Saisonsieger und Weltmeister Ted Ligety (USA) 26 Punkte vor dem von seiner Knieverletzung genesenen Norweger Aksel Svindal führt und Philipp Schörghofer als bester ÖSV-Fahrer nur Sechster ist.

Kugelchancen haben Österreichs Herren diesen Winter ohnehin nur noch in Speed-Disziplinen, die kommende Woche in Kvitfjell in ihre entscheidende Phase gehen. Allerdings musste auch der im Super-G führende Georg Streitberger die Saison verletzungsbedingt vorzeitig beenden und in der Abfahrt liegt Michael Walchhofer hinter Cuche auf Platz zwei. Zuletzt ohne Weltcup-Kugel geblieben waren Österreichs Herren 1995.

In Slowenien gehen Österreichs Technik-Herren wegen der Serien-Verletzungen geschwächt in den vorletzten Saison-Riesentorlauf. Hirscher fehlt speziell in Kranjska Gora, denn im Vorjahr hatte der Salzburger Youngster auf dem anspruchsvollen Podkoren mit einem Sieg und zwei zweiten Plätzen ein geradezu grandioses Wochenende erlebt.

Damit ist im ersten Riesentorlauf nach der WM Schörghofer derzeit hoffnungsvollster ÖSV-Starter. Der steile Hang auf dem Vitranc taugt dem WM-Dritten aus Salzburg. "Er wird sehr gut und wohl auch hart. Das passt, denn wir haben in der Innerkrems auf Eis gut trainiert", sagte Schörghofer am Freitag nach der Hangbefahrung. "Europacuprennen habe ich hier schon gewonnen. Im Weltcup ist ein siebenter Platz mein bestes Ergebnis. Das ist also ausbaufähig."

Die positive Nachricht ist, dass neben Svindal und dem nach einer Herzoperation zurückkehrenden Schweizer Carlo Janka auch Österreichs Super-G-Vizeweltmeister Hannes Reichelt in Slowenien sein Comeback gibt. "Mir geht's wieder sehr gut. Die Therapie hat einige Zeit gebraucht, jetzt bin ich wieder fit", sagte der Salzburger, der an Kranjska Gora gute Erinnerungen hat. "Der Hang hier liegt mir sehr gut. Ich möchte diese Saison noch mit sehr guten Ergebnissen ausklingen lassen."

Die ÖSV-Teams für Kranjska Gora: Riesentorlauf: Romed Baumann , Philipp Schörghofer, Stephan Görgl, Marcel Mathis, Roland Leitinger, Vincent Kriechmayer, Hannes Reichelt, Christoph Nösig und Björn Sieber. Slalom: Mario Matt, Reinfried Herbst, Manfred Pranger, Wolfgang Hörl, Christoph Dreier, Rainer Schönfelder, Marc Digruber und Manuel Wieser.

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