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Kapfenberg holte bisher im Frühjahr keinen Punkt © APA (Pfarrhofer)

Dem Abgang von Mäzen Frank Stronach zum Trotz bleibt Wiener Neustadt in der Fußball-Bundesliga ein ambitionierter

Dem Abgang von Mäzen Frank Stronach zum Trotz bleibt Wiener Neustadt in der Fußball-Bundesliga ein ambitionierter Mittelständler mit Blick nach oben. Am Samstag (18.30 Uhr) empfängt der Tabellenfünfte den SV Kapfenberg und will dabei weiter Anschluss an die Top-Vier halten. Der Abstand zu Salzburg beträgt lediglich einen Zähler.

Coach Peter Schöttel redet bei der Zielvorgabe nicht um den heißen Brei herum: "Wir wollen drei Punkte." Trotz des "Ach-und-Krach"-Sieges (Schöttel) am Mittwoch beim LASK läuft der Betrieb bei den Niederösterreichern derzeit wie geschmiert. Im Frühjahr feierte man bei einer Niederlage drei Erfolge, zu Hause schaffte man zuletzt drei Siege in Folge ohne Gegentor. Gegen Kapfenberg stehen in den jüngsten Duellen sogar vier Siege en suite zu Buche - jedes Mal traf dabei übrigens Tomas Simkovic.

Der Blick des Trainers ist nach oben gerichtet. "Natürlich ist das immer ein Motiv", sagte Schöttel, dämpfte aber zugleich die Erwartungen: "Für uns ist es einfach ein Heimspiel. Wir wissen, dass es schwierig wird, weil Kapfenberg eine interessante Mannschaft mit sehr viel Routine in der Abwehr und Jugend in der Offensive hat. Sie haben zwar im Frühjahr kein Tor erzielt, hatten aber auch eine schwere Auslosung. Und es ist uns nicht entgangen, dass sie gegen Salzburg eine gute Leistung abgeliefert haben."

Dass sein Team den Unsicherheiten nach dem Stronach-Abgang so erfolgreich trotzt, freut Schöttel. "Es ist sehr gut gelungen, diese Unsicherheit positiv umzusetzen. Die Spieler haben ihren Job sehr gut gemacht", sagte der Wiener, der auf den gesperrten Alexander Grünwald verzichten muss.

Werner Gregoritschs "Falken" laufen - bei einem Spiel weniger - dem ersten Punkt und dem ersten Tor im Frühjahr weiter nach. Auch beim 0:1 gegen Salzburg am Mittwoch war Fortuna dem Team nicht hold. Für den Trainer aber kein Anlass zu großer Sorge. "Wir können unsere Vorstellungen noch nicht in Ergebnisse umsetzen. Und wir hatten schwere Gegner", sagte der Steirer vor seinem 95. Bundesliga-Spiel an der Seitenlinie. "Wir müssen auf der zweiten Hälfte gegen Salzburg aufbauen, denn das Spiel gegen Wiener Neustadt wird schwierig."

Stolz ist Gregoritsch nicht zuletzt auf den Charakter seiner Truppe. "Sie ist mental sehr stark, kann auch mit negativen Dingen wie der kleinen Fehlentscheidung im Salzburg-Spiel (fragwürdiger Elferpfiff, Anm.) sehr gut umgehen. Ich glaube nicht, dass jede Mannschaft mit diesem niedrigen Altersschnitt solche Dinge so gut wegsteckt."

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