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Empfang am Salzburger Flughafen © APA

Nur einen Tag nach ihrem zweiten Husarenstück bei der nordischen Ski-WM in Oslo sind die frischgebackenen

Nur einen Tag nach ihrem zweiten Husarenstück bei der nordischen Ski-WM in Oslo sind die frischgebackenen Mannschafts-Doppelweltmeister in der Nordischen Kombination am Samstagabend wieder in der Heimat angekommen. Am Salzburger Flughafen wurden die Goldhamster vom Holmenkollen, Bernhard Gruber, David Kreiner, Felix Gottwald und Mario Stecher, empfangen.

Pünktlich um 17.35 Uhr landete die Maschine, die via Frankfurt aus Oslo gekommen war. Die vier Weltmeister entstiegen dem Flugzeug zwar müde, aber sichtlich gut gelaunt. Sie wurden noch am Rollfeld von einem Grüppchen Angehöriger und Journalisten empfangen und stellten sich gleich an Ort und Stelle sehr geduldig den Fragen der Reporter.

"Es ist immer wieder schön, zu Hause in Österreich zu landen, ganz besonders, wenn man so goldbehangen ist", freute sich der Kitzbüheler Kreiner, der am kommenden Dienstag seinen 30. Geburtstag feiern wird. "Jetzt werden wir ein bisschen feiern und auf der Couch liegen, es waren wirklich harte Tage." Ein Urlaub müsse aber noch warten, "denn beim Weltcup-Finale in Lahti werde ich noch einmal Vollgas geben. Ich bin jetzt unter den Top Ten und möchte mich noch um den einen oder anderen Platz verbessern", sagte der Tiroler zur APA.

Sein Karriere-Ende bekräftigte noch einmal der Salzburger Felix Gottwald. "Ich spüre eindeutig, dass jetzt wirklich Schluss ist mit dem Spitzensport. Das ist endgültig entschieden. Jetzt kommen andere Aufgaben auf mich zu, ich werde meine Erfahrungen aus dem Hochleistungssport in Seminaren und Vorträgen weitergeben", gewährte er einen Blick in seine Zukunft. Auch wenn es zu keiner Goldmedaille im Einzelbewerb gereicht hat, könne von Enttäuschung "überhaupt keine Rede" sein. "Wer so lange in diesem Sport war, der weiß, dass jede Medaille gleich viel wert ist."

Weitermachen wird dafür Mario Stecher, der in beiden Bewerben mit einem gewaltigen Finish Gold hauchdünn geholt hatte. "Ja, ich bin weiterhin motiviert, und zwar 100-prozentig. Das ist ein Ganzjahres-Job und macht mir nach wie vor Riesenspaß. Ich mache weiter." Die beiden Zieleinläufe beschrieb er so: "Es war hochdramatisch und spannend bis zum Schluss. Und beide Male sehr, sehr knapp. Aber ich wusste, ich bin gut im Sprint, und irgendwie war ich mir immer sicher, dass ich es schaffen kann.

Und Bernhard Gruber, der zweite Salzburger im Sieger-Team, erinnert sich: "Als der Mario im Finish war, sind wir nur noch vor dem Fernseher herumgesprungen und haben geschrien. Es war unglaublich. Ich bin jetzt einfach stolz, jede Medaille in meiner Karriere ist gleich schön."

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