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Hohe Ticketpreise halten Besucher ab © APA (epa)

Die Auftaktbewerbe der Biathlon-Weltmeisterschaften in Chanty-Mansijsk haben vor halb leeren Tribünen stattgefunden. Davon sind

Die Auftaktbewerbe der Biathlon-Weltmeisterschaften in Chanty-Mansijsk haben vor halb leeren Tribünen stattgefunden. Davon sind die Athleten wenig begeistert, sie machen die zu hohen Ticketpreise für den ausgebliebenen Andrang mitverantwortlich. Die jüngsten Weltcups und auch die WM 2003 in der von Ölreichtum gesegneten sibirischen Stadt hatten noch deutlich mehr Zuschauerinteresse verzeichnet.

Die bei den Weltcups in Europa stets in prall gefüllten Arenen laufenden Biathleten sind enttäuscht vom geringen Zuspruch an der Strecke. "Es wäre schön, würden mehr Leute kommen. Wir haben Gerüchte gehört, dass die Eintrittspreise zu hoch sein sollen. Vielleicht sollte man ein paar Karten verschenken", meinte etwa Sprint-Bronzemedaillengewinner Tarjei Bö aus Norwegen. Weltmeister Arnd Peiffer pflichtete ihm bei, man könne ja notfalls Freikarten an Schulkinder vergeben, schlug der Deutsche vor.

Die Tageskarten im Stadion kosten umgerechnet zwischen 9 und 15 Euro, was für den russischen Normalverdiener wohl zu viel sein dürfte. Zudem ist das Einzugsgebiet der 70.000 Einwohner zählenden Stadt dünn besiedelt. Flugreisen aus anderen Gegenden Sibiriens und dem europäischen Teil Russlands kommen für die meisten an sich ja vom Biathlon begeisterten Russen aus finanziellen Gründen ohnehin nicht infrage.

Das 12.000 Fans fassende Stadion war am Samstagnachmittag beim Herrensprint nur etwa zur Hälfte gefüllt, vor dem Damenbewerb am Abend trugen dann auch noch die auf minus 15 Grad gefallenen Temperaturen das ihre zum vorzeitigen Abzug vieler Fans bei. Zum WM-Auftakt am Donnerstag waren es noch weniger Zuschauer als beim Herren-Sprint gewesen.

Für die Verfolgungsbewerbe am Sonntag hoffen die russischen Gastgeber aber auf deutlich mehr. Im Vorfeld wurden dafür 4.200 Karten abgesetzt. In weiterer Folge rechnet man wegen des in Russland arbeitsfreien Internationalen Frauentages am Dienstag für das Herren-Einzelrennen mit deutlich stärkerem Andrang als zu den bisherigen Bewerben an Werktagen.

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