vergrößernverkleinern
Hunderttausende Fans pilgerten nach Oslo © APA (epa)

Die Nordische Ski-WM war nicht nur für die Norweger und die "Schanzen-Kaiser" aus Österreich ein eindrucksvoller Erfolg. Auch

Die Nordische Ski-WM war nicht nur für die Norweger und die "Schanzen-Kaiser" aus Österreich ein eindrucksvoller Erfolg. Auch die FIS bilanzierte am Sonntag die 48. Titelkämpfe überaus zufrieden. "Wir wussten, dass Oslo etwas Spezielles wird, waren aber trotzdem überrascht von der riesigen Anzahl der Besucher. Das war ein einzigartiges Skifestival", erklärte FIS-Präsident Gian Franco Kasper.

275.000 Karten wurden verkauft, zudem sahen geschätzte 300.000 Zuschauer die Rennen gratis entlang der Strecken. Svein Aaser, der Chef des Organisationskomitees, dankte den insgesamt 575.000 Fans für die tolle Atmosphäre, die sie bei den 21 Bewerben verbreitet hatten. "So etwas ist nur in Oslo möglich, ich bin wirklich beeindruckt von den Fans und ihrem Sportsgeist", sagte Aaser vor der internationalen Presse. Das abendliche Kulturprogramm und die Siegerehrungen auf dem Universitätsplatz im Stadtzentrum seien laut Polizeischätzungen von 650.000 Personen besucht worden. Beide Zahlen sind wohl Rekord für FIS-Titelkämpfe.

Die nächsten Weltmeisterschaften der Nordischen gehen 2013 wie zuletzt 2003 im Val di Fiemme (Fleimstal) in Italien (Trentin) in Szene, 2015 folgt Falun in Schweden. Für 2017 haben sich bisher Zakopane (POL), Lahti (FIN) und Oberstdorf beworben. "Oslo zu toppen wird schwierig", betonte FIS-Chef Kasper, wies aber darauf hin, dass jede WM ihre Eigenheiten habe. "Bei einer WM in Italien hat man einen anderen Zugang der Öffentlichkeit. Aber es werden sicher 3.000 bis 10.000 Norweger kommen, das hilft", sagte der Schweizer. Nach Oslo würde die FIS jedenfalls gerne zurückkehren. "Je früher, desto besser."

Das WM-Programm für 2013 ist noch nicht finalisiert, man kann aber davon ausgehen, dass der Österreichische Skiverband in je zwei Teambewerben der Springer und Kombinierer als Titelverteidiger antreten kann. "Der Modus der Bewerbe in der Kombination kann sich noch verändern, aber im Prinzip wird es die gleiche Anzahl von Bewerben geben wie in Oslo", betonte Kasper. Zwölf Länder waren in Oslo im Medaillenspiegel vertreten, einige wenige haben dominiert. Der FIS-Chef sähe es gerne, wenn diese Zahl anwachsen würde. "Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Länder Medaillen holen, darum unterstützen wir auch kleinere Verbände."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel