vergrößernverkleinern
Ballack ist sich zu gut für die Bank © APA (dpa)

Michael Ballack belastet mit seinen Star-Allüren das Betriebsklima bei Bayer Leverkusen. Mit seiner Forderung, für das Spiel

Michael Ballack belastet mit seinen Star-Allüren das Betriebsklima bei Bayer Leverkusen. Mit seiner Forderung, für das Spiel gegen den VfL Wolfsburg (3:0) aus dem Kader gestrichen zu werden, weil er kein Einwechselspieler sei, sorgte er für Missstimmung. "Er hat mir gesagt, dass er, so wie es im Moment aussieht, der Mannschaft nicht von der Bank aus helfen kann", berichtete Trainer Jupp Heynckes.

Der 65-jährige Chefcoach versuchte die Entscheidung als eine einvernehmliche erscheinen zu lassen. "Michael ist es nicht gewohnt von der Bank zu kommen. Er ist ein Spieler, der sein Leben lang von Anfang an gespielt hat." Dagegen, dass alles so friedlich abgelaufen sein soll, wie Heynckes es glauben machen wollte, spricht einiges. "Die haben sich schön ihre Meinung gesagt", berichtete Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser, der die beiden Streithähne zu der Aussprache gedrängt hatte.

Ob Heynckes sich die Allüren des 98-fachen Nationalspielers noch lange gefallen lässt, ist fraglich. Schließlich hat Ballack nicht nur den Konflikt mit dem Coach gesucht, sondern auch seine Mannschaft in großer Personalnot alleingelassen. Kein Wunder, dass die Kollegen schroff auf das Thema Ballack reagierten. "Das ist keine Entscheidung, die die Spieler kommentieren. Ich bin nicht Präsident des Vereins", raunzte Kapitän Simon Rolfes unwirsch.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel