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Salihi erzielte beide Treffer für die Hütteldorfer © APA (Oczeret)

Rapid hat seine Fans am Sonntag ein wenig beruhigt. Die Wiener gewannen zum Abschluss der 24. Runde daheim gegen die SV Ried 2:0

Rapid hat seine Fans am Sonntag ein wenig beruhigt. Die Wiener gewannen zum Abschluss der 24. Runde daheim gegen die SV Ried 2:0 (1:0). Matchwinner war Doppel-Torschütze Hamdi Salihi, der erstmals im Jahr 2011 in der Startelf stand und vor 14.600 Zuschauern im Hanappi-Stadion in den Minuten 15 und 46 traf. Winterkönig Ried rutschte nach drei sieglosen Partien in Serie auf Tabellenrang vier ab.

Rapid weist als Siebenter weiter acht Punkte Rückstand auf Tabellenführer Austria auf. Die wohl beste und letzte Chance für die Rapidler zur Rückkehr in den Titelkampf bietet sich am kommenden Sonntag im Wiener Derby auswärts gegen die Austria. Bereits das Vorspiel im Hanappi-Stadion war von Fan-Protesten gegen die sportliche Rapid Führung Peter Pacult (Trainer), Alfred Hörtnagl (Sportdirektor) und Werner Kuhn (General Manager) geprägt gewesen.

Zudem blieb die ansonsten so lautstarke Unterstützung von den Tribünen West und Ost aus, dafür hallten immer wieder "Pacult raus"- oder "Hörtnagl raus"-Rufe durchs Stadion. Die ohne Veli Kavlak (Knieprobleme) angetretenen Grün-Weißen wollten ihren Fans die passende sportliche Antwort geben. Und bereits nach sieben Sekunden musste Ried-Goalie Thomas Gebauer einen Schuss von Salihi parieren. Rapid blieb am Drücker und ging nach einer Viertelstunde verdient in Führung.

Bei einem idealen Lochpass von Steffen Hofmann hob Ewald Brenner das Abseits auf, Salihi lupfte den Ball aus 16 Metern souverän über Gebauer ins Tor (15.). Rene Gartler vergab per Kopf die Chance aufs zweite Rapid-Tor (21.). Im Gegenzug wurden die Hausherren ausgekontert, Daniel Royer scheiterte jedoch an Helge Payer (21.). Die trotz der Führung weiter angespannte Stimmung auf den Rängen schien die Rapidler zunehmend zu verunsichern.

Ried erlangte immer mehr Oberwasser, eine Stefan-Lexa-Flanke wurde von Payer an die Latte abgelenkt (41.), Guillem traf nur das Außennetz (45.). Aber Rapid erwischte wie schon in der ersten Spielhälfte neuerlich den besseren Start und erhöhte nach wenigen Sekunden auf 2:0. Nach Flanke von Christopher Drazan von der linken Seite war neuerlich Salihi zur Stelle, diesmal per Kopf (46.). Damit schien plötzlich auch wieder für die Rapid-Fans die Welt in Ordnung zu sein, die Stimmung wurde deutlich besser.

Rapid hatte kaum Probleme, die Führung über die Zeit zu bringen. Lediglich ein Ivan-Carril-Schuss an die Stange nach Soma-Schnitzer ließ Rapid kurz zittern (60.). Auf der Gegenseite ließ Salihi die große Chance auf seinen dritten Treffer aus (71.), Tanju Kayhan traf die Latte (89.). Somit hat für die Rieder auch die 28. Reise zu einem Auswärtsmatch gegen Rapid keinen Sieg gebracht. Bei sieben Remis setzte es die mittlerweile 21. Niederlage.

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