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Ramona Düringer (links) und Romana Schrempf © APA (Gindl)

Die Entwicklung der österreichischen Biathlon-Frauen in Richtung Weltspitze schreitet langsam, aber stetig voran. Nach der

Die Entwicklung der österreichischen Biathlon-Frauen in Richtung Weltspitze schreitet langsam, aber stetig voran. Nach der Einrichtung einer Weltcuptrainingsgruppe vor zwei Jahren konnte in dieser Saison ein zweiter Einzelstartplatz für den kommenden Winter gesichert werden. Bei der aktuellen WM in Chanty-Mansijsk lief Ramona Düringer bisher zweimal überraschend in die Punkteränge.

Spätestens bei den Olympischen Spielen 2014 sollen dann schon mehrere Athletinnen konkurrenzfähig sein. Spitzenergebnisse der ÖSV-Athletinnen sind kurzfristig aber noch utopisch.

Der weitere Aufbau der 21-jährigen Düringer und ihren Teamkolleginnen Romana Schrempf (24), Iris Waldhuber (23), Kerstin Muschet (22) und Katharina Innerhofer (20) erfordert noch zumindest ein, zwei Saisonen. "Wir müssen sie behutsam aufbauen, aber die derzeitige Entwicklung passt. Teilweise werden von den etwas Älteren schon absolut gute Leistungen gebracht und mit Innerhofer kommt auch noch eine gute Junge nach", sagte ÖSV-Biathlon-Chef Markus Gandler. Allerdings dürfe in den nächsten Jahren niemand wegfallen, denn im Juniorenbereich gibt es zu Innerhofer keine einzige Alternative.

Im Weltcup hatte es vor der WM noch nicht mit Platzierungen in den Top 40 geklappt. Damentrainer Markus Michelak ist aber überzeugt, dass sich alle seine Schützlinge noch steigern können. "Die guten Leistungen im IBU-Cup (Anm.: zwei Siege von Waldhuber, ein zweiter Platz von Schrempf) haben wir im Weltcup einfach noch nicht abrufen können", betonte Michelak gegenüber der APA - Austria Presse Agentur.

Von Düringer, Schrempf und Muschet, die allesamt erst vor zwei Jahren vom Langlauf umgestiegen sind, sind vor allem am Schießstand noch deutliche Verbesserungen gefordert. Aber auch das läuferische Niveau lässt bei Einzelnen noch zu wünschen übrig. Auf längere Sicht ist der Oberösterreicher jedenfalls optimistisch, dass man sich auf breiterer Basis im Weltcup etablieren kann. Auch im Jugendbereich sei die Dichte höher geworden, so verfüge man etwa mit der Salzburgerin Christina Rieder über ein vielversprechendes Talent, erklärte der ÖSV-Coach.

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