vergrößernverkleinern
Ausschreitungen der Serben bei EM-Quali-Match © APA (epa)

In Genua hat am Dienstag ein Prozess gegen vier serbische Hooligans begonnen, die sich am 12. Oktober 2010 für schwere

In Genua hat am Dienstag ein Prozess gegen vier serbische Hooligans begonnen, die sich am 12. Oktober 2010 für schwere Ausschreitungen rund um das Fußball-EM-Qualifikationsmatch Italien gegen Serbien in der norditalienischen Hafenstadt verantwortlich gemacht haben. Haftstrafen bis zu drei Jahren drohen den vier Serben, die sich seit den Ausschreitungen in Untersuchungshaft befinden.

Den Angeklagten werden Verletzungen und Widerstand gegen die Polizei vorgeworfen. Vier weitere serbische Hooligans waren im Februar wegen der Krawalle zu Haftstrafen zwischen zwei Jahren und 22 Monaten Haft verurteilt worden. Die von einem Gericht in Genua gefällten Strafen wurden mit der sofortigen Ausweisung der vier Randalierer im Alter zwischen 24 und 30 Jahren ersetzt.

Nach den Ausschreitungen serbischer Fans hatte die UEFA strenge Strafen verhängt. Die Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union wertete die nach sechs Minuten abgebrochene Partie mit 3:0 für Italien. Außerdem musste der serbische Verband 120.000 Euro Strafe zahlen und ein Spiel vor leeren Rängen austragen. Sollte es innerhalb einer Bewährungszeit von zwei Jahren zu erneuten Ausschreitungen serbischer Fans kommen, muss Serbien ein weiteres Mal ohne Publikum antreten.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel