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Höflehner widmet sich vermehrt seiner Familie © APA (Archiv/Gindl)

Österreichs alpine Slalom-Herren verlieren am Saisonende 2010/2011 ihren langjährigen Erfolgstrainer. Christian Höflehner

Österreichs alpine Slalom-Herren verlieren am Saisonende 2010/2011 ihren langjährigen Erfolgstrainer. Christian Höflehner hört mit dem Finale auf der Lenzerheide auf und widmet sich in Zukunft vermehrt seiner Familie, nachdem er Ende April weiteren Nachwuchs erwartet. Der frühere Konditionstrainer von Tennis-Star Thomas Muster will sein Wissen aber weiterhin dem Nachwuchs zukommen lassen.

Höflehner war seit 1999 mit einer Ausnahme Trainer diverser ÖSV-Weltcup-Teams. Er ist einer der erfolgreichsten ÖSV-Coaches überhaupt, denn bevor er nach einer einjährigen Auszeit in der Saison 2007/2008 die Gruppe Technik/Kombi übernahm, war er zusammen mit Andi Evers in der so erfolgreichen WC-4 mit Kalibern wie Hermann Maier oder Benjamin Raich tätig gewesen. "Ich bin aber kein Statistiker. Einmal habe ich begonnen, Medaillen und Siege zu zählen, aber gleich wieder aufgehört", sagte der in Ramsau lebende Steirer.

Höflehners Bilanz fällt natürlich sehr positiv aus. Als er vor vier Jahren die Slalomtruppe übernahm, war Reinfried Herbst in der Weltrangliste außerhalb der 20 und der spätere Weltmeister Manfred Pranger gerade noch in der ersten Gruppe. "Mehr als alles andere freut mich aber, dass mein Team für eine gute Stimmung in der Mannschaft gesorgt hat", sagte Höflehner. Zu den herausragenden Ereignissen zähle auch, "dass Mario Matt noch während meiner Zeit wieder das zeigen konnte, was er wirklich drauf hat. Außerdem war es ein Vergnügen, einen Athleten wie Marcel Hirscher sich entwickeln zu sehen."

Zwar geht sich in Höflehners letztem Winter die Slalom-Kristallkugel nicht mehr aus. Der Coach ist aber überzeugt, dass die Mannschaft trotz einiger bereits etwas in die Jahre gekommener Leistungsträger breit genug aufgestellt ist, um weitere zwei bis drei Jahre den Slalom-Weltcup holen zu können.

"Es war eine wunderschöne Zeit mit sehr vielen schönen Momenten, die ich nicht missen möchte. Die Arbeit mit den Jungs hat mir viel Spaß gemacht und dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken. In Zukunft würde ich gerne dem Skisport erhalten bleiben und mein Wissen den Nachwuchsläufern und Läuferinnen weitergeben", erklärte Höflehner. Dies könnte etwa in der Skihauptschule Schladming der Fall sein. Bei der WM 2013 wird er natürlich dabei sein, "und zwar als glühender Fan der österreichischen Slalom-Mannschaft."

Mathias Berthold, der sportliche Leiter der ÖSV-Herren, bedauert diesen Schritt: "Leider hat sich Christian dazu entschieden. Ich möchte mich bei ihm für seinen Einsatz und sein Engagement bedanken. Wer in der kommenden Saison das Slalomteam trainiert, entscheidet sich in den nächsten Wochen." ÖSV-Sportdirektor Hans Pum erklärte, er hoffe sehr, dass Höflehner auch weiterhin dem Skisport erhalten bleibe.

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