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Nach WM-Gold drittes Slalom-Kristall im Visier © APA (Schlager)

Im Schatten des Gigantenkampfes zwischen Maria Riesch und Lindsey Vonn wird beim Damen-Skiweltcup in Spindlermühle auch um die

Im Schatten des Gigantenkampfes zwischen Maria Riesch und Lindsey Vonn wird beim Damen-Skiweltcup in Spindlermühle auch um die Kristallkugeln in den beiden Technikbewerben gekämpft. Während im Riesentorlauf die Französin Tessa Worley nur 22 Punkte vor der deutschen Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg führt, sieht es für Marlies Schild am Samstag im Slalom deutlich besser aus.

Die 29-jährige Weltmeisterin aus Salzburg hat im Weltcup fünf von bisher sieben Saisonslaloms gewonnen und liegt mit ihren exakt 500 Punkten 40 Zähler vor der Finnin Tanja Poutiainen und schon 80 vor Olympiasiegerin Riesch in Front. Sie kann ihre insgesamt vierte kleine Kugel und die dritte im Slalom nach 2006/07 und 2007/08 also theoretisch schon in Tschechien einsacken. Es wäre womöglich eine enorm wichtige Kugel für den ÖSV, nämlich die einzige in dieser Saison, wenn bei den Speed-Herren nicht doch noch die Wende geschafft wird.

Für die Ende Mai 30 Jahre alt werdende Schild wäre es wiederum die erste Kristallkugel nach ihrer schweren Verletzung sowie nach Olympia-Silber 2010 und WM-Gold 2011 der dritte ganz große Erfolg, seit sie sich im Oktober 2008 Schien- und Wadenbein gebrochen hatte und danach eine ganze Saison pausieren musste. Hatte Schild davor zwei Mal in Folge die Slalomkugel gewonnen, hatte danach zwei Mal Riesch in der Torlauf-Spezialwertung triumphiert.

Es gäbe freilich keine würdigerer Thronfolgerin als die Österreicherin. In ihren vergangenen 50 Weltcupslaloms seit November 2004 ist sie in den beendeten Rennen nur vier Mal nicht auf das Podest gefahren und hat unglaubliche 25 ihrer insgesamt 26 Slalomsiege gefeiert. Viele davon sogar in Jahren, in denen sie noch als Allrounderin unterwegs war.

Schild hat in der langen Pause seit der am 20. Februar beendeten Garmisch-WM ihre Akkus zunächst zu Hause bei ihrem verletzten Lebensgefährten Benjamin Raich hinuntergefahren und dann wieder aufgeladen. Und sie ist guten Mutes, exakt drei Wochen nach WM-Gold schon am Samstag auch die Kugel zu gewinnen.

Immerhin hat sie in Spindlermühle auch den bisher letzten Slalom im Jänner 2008 für sich entschieden. "Ich bin zuerst einmal froh, dass wieder Rennen für mich sind. Natürlich möchte ich im Slalom am Ende ganz oben stehen. Es war mein Ziel vor der Saison, am Ende wieder Nummer eins zu sein", sagte Schild. "Es wäre super, wenn ich das schaffen würde."

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