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Rapid-Trainer Pacult steht unter Druck © APA (Oczeret)

Der SK Rapid muss sich im 296. Wiener Fußball-Derby im Sonntag (16.00 Uhr/live ORF eins und Sky) in der Rolle des krassen

Der SK Rapid muss sich im 296. Wiener Fußball-Derby im Sonntag (16.00 Uhr/live ORF eins und Sky) in der Rolle des krassen Außenseiters zurechtfinden. Nur äußerst selten waren in den vergangenen Jahren die Fronten dermaßen klar abgesteckt wie vor dem Duell in der Generali Arena, wo der im Frühjahr überzeugende Spitzenreiter den immer wieder kriselnden Tabellensechsten empfängt.

In seiner Hoffnung auf eine Überraschung klammerte sich Trainer Peter Pacult erneut an die Phrase vom Derby, das eigene Gesetze hat. "In Form oder nicht in Form - das ist in solchen Spielen ausgeblendet. Es kommt auf die Tagesverfassung an, wer die Nervosität schneller ablegt und besser ins Spiel kommt", vermutete der 51-Jährige und erinnerte an das jüngste Aufeinandertreffen am Verteilerkreis, das im November mit einem 1:0 für Rapid geendet hatte. "Dass wir dort bestehen und gewinnen können, haben wir zuletzt gezeigt."

Proteste der Rapid-Fans wie zuletzt beim Ried-Spiel sind diesmal zwar nicht zu erwarten, im Falle einer Niederlage könnte es für Pacult aber wieder einmal ungemütlich werden. "Natürlich macht man sich so seine Gedanken. Doch ich beschäftige mich nur mit Dingen, die ich beeinflussen kann", betonte der unter Druck geratene Trainer.

Den wechselhaften Leistungen in diesem Jahr konnte Pacult sogar etwas Positives abgewinnen. "Es ist immer gut zu wissen, dass bei uns noch Luft nach oben ist", beteuerte der Coach, der auf die verletzten Jan Vennegoor of Hesselink, Veli Kavlak und Andreas Dober sowie auf die gesperrten Markus Heikkinen und Tanju Kayhan verzichten muss.

Mit von der Partie ist hingegen Helge Payer, der sein erstes Meisterschaftsderby nach über einjähriger Pause absolviert. "Ich freue mich irrsinnig, diese Derby-Aufregung wieder zu spüren." Der Oberösterreicher spekuliert damit, dem Erzrivalen zwei Tage vor dessen Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen eine empfindliche Niederlage zuzufügen. "Ein angeschossener Hund ist immer gefährlich, und wir sind wie ein angeschossener Hund", sagte der Goalie.

Laut Payer könnte es den "Veilchen" passieren, an den eigenen Ansprüchen zu scheitern. "Die Austrianer sind gut drauf. Aber sie sollen und wollen Meister werden und haben dadurch einen Druck, denn viele Junge noch nicht erlebt haben. Das wird eine Kopfsache, und da sehe ich unsere Chancen."

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