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Magaths Zukunft bei Schalke weiter offen © APA (epa)

Beim deutschen Fußball-Vizemeister FC Schalke hält das Rätselraten um die Zukunft von Trainer Felix Magath an. Noch immer

Beim deutschen Fußball-Vizemeister FC Schalke hält das Rätselraten um die Zukunft von Trainer Felix Magath an. Noch immer verweigern alle Beteiligten deutliche Aussagen. Auch die Ankündigung des Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies, am Wochenende mit dem Trainer "ein Gespräch unter Männern" führen zu wollen, trug nicht zur Aufklärung bei.

"Ich hoffe, er kann die Dinge erklären und ausräumen", kommentierte Tönnies via "Bild" (Freitag-Ausgabe) die Aussprache der Führungskräfte. Diese moderateren Töne werden von einigen Beobachtern als Indiz für einen Verbleib von Magath zumindest bis Saisonende gewertet.

Unmittelbar vor dem Duell mit Valencia am Mittwoch hatte der Vereinsboss noch von der Notwendigkeit gesprochen, die "Reißleine zu ziehen" und damit Gerüchte über eine sofortige Trennung von Magath geschürt. Dem Vernehmen nach lagen die Briefe von Tönnies mit entsprechendem Inhalt an die Aufsichtsräte, die einander am Montag zu der wohl entscheidenden Sitzung treffen, schon bereit. Auf der Tagesordnung für das turnusmäßige Treffen soll das Thema Trainerentlassung nun nicht vermerkt sein.

Der umjubelte Einzug ins Viertelfinale der Champions League macht die geplante Trennung von Magath nicht leichter. Immer mehr Schalke-Fans stärken dem Coach, dessen Team zudem im Cup-Endspiel gegen den Zweitligisten MSV Duisburg (Stefan Maierhofer, Jürgen Säumel) steht, in diversen Internet-Foren den Rücken. Selbst eine Unterschriftenaktion "Für das Festhalten an Felix Magath" wurde online ins Leben gerufen. Diese Stimmung könnte Tönnies zögern lassen, so konsequent wie ursprünglich geplant vorzugehen.

Ohnehin kommen auf den finanziell angeschlagenen Club hohe Scheidungskosten zu. Schließlich müssten nicht nur Magath, sondern auch sein großer Mitarbeiterstab um die Co-Trainer Seppo Eichkorn und Bernd Hollerbach sowie weitere Fitness- und Rehatrainer abgefunden werden. Alleinherrscher Magath hatte sie mit guten Verträgen ausgestattet. Um geschätzte 20 Millionen Euro wäre der Revierclub ärmer, wenn er das Mitte 2009 begonnene und bis 2013 datierte Meisterschafts-Projekt mit Magath vorzeitig beendet.

Zumindest für einen engen Vertrauten des Trainers ist das Kapitel FC Schalke 04 bereits zu Ende. Wie der Verein am Freitag bekanntgab, wurde der zusammen mit Magath vom damaligen deutschen Meister VfL Wolfsburg nach Gelsenkirchen gewechselte Kommunikationsdirektor Rolf Dittrich mit sofortiger Wirkung freigestellt.

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