vergrößernverkleinern
Ein harter Kampf ist zu erwarten © APA (Archiv/Diener)

Der SV Mattersburg will die zurückgefundene Heimstärke auch im Nachzügler-Duell mit dem Kapfenberger SV am Samstag (18.30

Der SV Mattersburg will die zurückgefundene Heimstärke auch im Nachzügler-Duell mit dem Kapfenberger SV am Samstag (18.30 Uhr/live Sky) demonstrieren. Mit einem Remis gegen Sturm Graz und einem Sieg gegen Rapid bewies die noch zweitschwächste Heim-Elf der Liga im Frühjahr vor eigener Kulisse einen Aufwärtstrend, der sich auch in der Tabelle niedergeschlagen hat.

Bei acht Zählern Vorsprung auf Schlusslicht LASK dürfen die Burgenländer nun sogar auf Platz acht schielen. Diesen nimmt vor dem Spiel im Pappelstadion der KSV ein. Sechs Zähler Vorsprung weisen die im Frühjahr weiter sieglosen Obersteirer auf Mattersburg auf. Für deren Trainer Franz Lederer trotzdem kein Grund, an den Tabellenplatz zu denken. Wichtig sei einzig und allein, das Punktekonto aufzustocken. "Wir wollen in erster Linie punkten. Dann können wir uns wieder mit der Tabelle beschäftigen", meinte der dienstälteste Coach der Liga. Sein Gegenüber Werner Gregoritsch forderte nach der schwachen Nullnummer gegen Wacker von seinem Team "mehr Mut zum Risiko".

Aufbauen wollen die Mattersburger auf die zuletzt gezeigten Leistungen. Sowohl gegen Rapid (1:0) als auch in Salzburg (0:2) zeigten die Burgenländer, warum sie im Abstiegskampf derzeit die besten Karten zu haben scheinen. "Wir leben von unserem Willen und unserer Kampfkraft. Aber man hat gegen Rapid und Salzburg gesehen, dass wir auch Fußball spielen können", erklärte Lederer. Kopfzerbrechen bereitet dem SVM-Coach einzig die nicht immer optimale Chancenauswertung: "Uns fehlt in so mancher Situation die Kaltschnäuzigkeit."

In diesem Punkt dürfte Gregoritsch mit seinem Kollegen einher gehen. Vor allem die Angriffsbemühungen waren es, die dem Coach der "Falken" im Nachtragsspiel gegen die Tiroler missfielen. "Man kann nicht nur versuchen, lange Bälle zu spielen. Wir müssen mehr Bewegung im Mittelfeld zeigen, ruhiger spielen und auch versuchen, mehr zu riskieren", forderte er von seiner Elf. Diese muss in Mattersburg ohne die gesperrten Innenverteidiger Dominique Taboga und Matej Mavric auskommen. Andreas Rauscher und Thomas Schönberger dürften ihre Plätze einnehmen.

Seit sechs Runden wartet Kapfenberg bereits auf einen Sieg. Auswärts sammelten die Steirer bis dato mehr Punkte (13) als vor eigener Kulisse (12). Einen Erfolg fuhr man im Herbst dank eines Goldtores von Ralph Spirk im Pappelstadion ein. "Das gibt uns vielleicht Selbstvertrauen", vermutete Gregoritsch. Vor dem Duell zweier Teams, die eher die härtere Gangart statt der feinen Klinge bevorzugen, hoffte der KSV-Trainer auch auf den Unparteiischen. "Ich hoffe auf eine faire Partie und einen Schiedsrichter, der auch tolerant ist und nicht jeden Körperkontakt gleich mit einer Gelben Karte ahndet."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel