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Nur Christoph Sumann bewies Klasse © APA (epa)

Die Bilanz der Biathlon-Weltmeisterschaften in Chanty-Mansijsk fällt aus österreichischer Sicht zwiespältig aus. Zwar

Die Bilanz der Biathlon-Weltmeisterschaften in Chanty-Mansijsk fällt aus österreichischer Sicht zwiespältig aus. Zwar erreichten die ÖSV-Herren mit Bronze von Christoph Sumann das ausgegebene Ziel einer Medaille, in der Breite blieben absolute Spitzenleistungen allerdings aus. Dementsprechend war man auch in der Staffel nicht vorne dabei.

"Wir haben zwar die Medaille, aber wir brauchen uns nichts vormachen, ideal ist es nicht gelaufen", resümierte ÖSV-Biathlon-Chef Markus Gandler im Gespräch mit der APA. Neben dem dritten Platz von Sumann schafften seine aus den vergangenen zwei Wintern erfolgsverwöhnten Athleten nur noch einen weiteren Einzel-Top-Ten-Platz durch Simon Eder im Massenstart.

Auch ein neunter Platz in der Staffel sei nicht das, was sich die Mannschafsführung erhofft habe. "Wir sind mit der Medaille mit einem blauen Auge weggekommen. In Summe geht das ab, was wir in den letzten zwei Jahren gehabt haben - die absolute Klasse. Die hat nur Sumann bewiesen", betonte Gandler.

Der Tiroler stellte aber auch klar, dass die Erfüllung hoher Erwartungen niemals einfach sei. "Wir sind verwöhnt gewesen von den Erfolgen aus den vergangenen zwei Jahren. Aber in dieser Saison hat es einen Rückschritt gegeben", sagte der ehemalige Langläufer. Die erhoffte Trendwende nach einem Winter mit vielen Krankheiten sei beim Saisonhöhepunkt nicht gelungen.

Im Gegensatz zu den Herren war er mit Leistungen der ÖSV-Damen hingegen uneingeschränkt zufrieden. Denn Ramona Düringer lief bei ihrer ersten WM zweimal unter die besten 40 und auch Iris Waldhuber holte im Einzelbwerb als 32. Weltcuppunkte. Damit wurden die niedrig angesetzten Erwartungen übertroffen. Das Duo präsentierte sich auch in der Mixed-Staffel gut, ein siebenter Rang gemeinsam mit Sumann und dem bei der WM zu spät in Schwung gekommenen Ex-Weltmeister Dominik Landertinger war der Lohn.

Die Titelkämpfe in Chanty-Mansijsk waren von mäßigem Zuschauerinteresse und tiefen Temperaturen gekennzeichnet. Zum männlichen Superstar wurde gleich bei seiner ersten WM der 22-jährige Norweger Tarjei Bö mit fünf Medaillen (3 x Gold, 2 x Bronze), bei den Damen trumpfte wieder einmal die Deutsche Magdalena Neuner groß auf. Die 24-Jährige hielt vor der abschließenden Staffel bei je zwei Mal Gold und Silber.

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