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Am Ende wurde in Ried ein Punkt erkämpft © APA (Diener/Manhart)

Die Aufholjagd von Red Bull Salzburg in der Fußball-Bundesliga kommt nicht so recht in Schwung. Durch das 2:2 am Samstag in Ried

Die Aufholjagd von Red Bull Salzburg in der Fußball-Bundesliga kommt nicht so recht in Schwung. Durch das 2:2 am Samstag in Ried vergrößerte sich der Rückstand des Meisters auf Sturm Graz (1:0-Heimsieg über Wr. Neustadt) wieder auf drei Punkte. Die Austria kann bei einem Derbysieg sogar bis auf sechs Zähler davonziehen.

Aufgrund des Spielverlaufs hielt sich beim Tabellendritten der Ärger über den Punkteverlust aber etwas in Grenzen. Weil die Salzburger einen 0:2-Rückstand aufholten, sah Roman Wallner seine Mannschaft sogar als moralischen Sieger. "Obwohl uns der Punkt nicht unmittelbar weiterhilft, kann das 2:2 aus psychologischer Sicht für die weitere Meisterschaft gut sein", vermutete der Schütze des Ausgleichstores.

Die Leistung in der Anfangsphase macht allerdings nicht viel Hoffnung auf eine erfolgreiche Titelverteidigung. "So wie wir in den ersten 20 Minuten gespielt haben, darf man nicht spielen. Das ist nicht zu akzeptieren. Wie wir Tore bekommen, Bälle herschenken und den Gegner aufbauen, ist geradezu lächerlich", schimpfte Trainer Huub Stevens.

Allzu sehr verdammen wollte der Niederländer seine Kicker aber auch wieder nicht. "Nach der Pause hat man gesehen, welche Qualität die Mannschaft hat. Wenigstens hat sie noch einen Punkt mitgenommen", erklärte der Coach.

Keine Freude über das Remis verspürte Ried-Trainer Paul Gludovatz. "Der eine Punkt ist kein Trost. Es ist nur unsere Schuld, dass wir nicht gewonnen haben. Doch immerhin haben etwas wir für den österreichischen Fußball gemacht, weil wir attraktiv gespielt haben", sagte der Betreuer der seit vier Partien sieglosen Innviertler.

Auch Sturm Graz haben die Rieder einen Gefallen getan - immerhin bauten die Steirer ihren Vorsprung auf die "Bullen" aus. Sieggarant für die "Blackies" war einmal mehr Mario Haas, der Sturm mit seinem 143. Liga-Tor zum Sieg köpfelte und damit einen durchwachsenen Auftritt seiner Mannschaft weitgehend vergessen ließ. "Mit dem Ergebnis können wir hochzufrieden sein. Leider haben die Spieler nicht so befreit aufgespielt, wie sie es können", meinte Trainer Franco Foda.

Beleg für die Verkrampfung bei Sturm waren unter anderem die vielen guten Möglichkeiten für die Gäste, die allesamt ungenutzt blieben. Ansonsten gab es für Coach Peter Schöttel nicht viel zu bemängeln. "Das war unsere beste Frühjahrsleistung", erklärte der Wiener.

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