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Hamdi Salihi netzt ein © APA (Oczeret)

Rapid hat im Wiener Derby bei der Austria zum zweiten Mal in Folge mit 1:0 die Oberhand behalten. Das entscheidende Tor im 296.

Rapid hat im Wiener Derby bei der Austria zum zweiten Mal in Folge mit 1:0 die Oberhand behalten. Das entscheidende Tor im 296. Duell erzielte wie beim 1:0-Sieg im November erneut Hamdi Salihi. Sturm Graz ist nun vor den punktegleichen "Veilchen" aufgrund der mehr geschossenen Treffer bei selber Tordifferenz Tabellenführer, Rapid verkürzte den Rückstand auf die Spitze auf fünf Zähler.

In einer zu Beginn von Taktik geprägten, mit Fortdauer aber flotten Partie konnte die Austria vor 13.100 Zuschauern im ausverkauften Horr-Stadion ihre gewohnten Stärken nicht voll zur Entfaltung bringen und wurde schließlich kalt erwischt. Mit seinem 13. Saisontor sorgte Salihi für den 124. Rapid-Sieg im Derby. Schon im vergangenen November war dem Albaner die Entscheidung nach einer Standardsituation gelungen.

Bei der Austria ersetzte der 19-jährige Emir Dilaver im defensiven Mittelfeld Julian Baumgartlinger, der kurzfristig erkrankt war. Auch bei Rapid stand für den gesperrten Tanju Kayhan mit dem 20-jährigen Michael Schimpelsberger ein U21-Teamkicker erstmals in der Startelf. Beide waren bisher erst einmal eingewechselt worden - und beide lieferten tadellose Vorstellungen ab.

Rapid, mit Solospitze Salihi etwas defensiv orientiert, unterband von Beginn an das gefürchtete Passspiel der Gastgeber, die sich in der Anfangsphase bis auf einen eher harmlosen Schuss von Roland Linz (4.) keine Möglichkeiten erarbeiteten. Bis zur Hälfte kam der violette Spielfluss trotz leichter optischer Überlegenheit nicht richtig ins Laufen. Die besten Chancen fand Zlatko Junuzovic vor, der nach einem blitzschnellen Konter erst am langen Eck vorbeischoss (25.), dann aus spitzem Winkel an Payer scheiterte (33.). Die beste Chance der Rapidler hatte Yasin Pehlivan in der 43. Minute, der - von der Austria-Defensive sträflich vernachlässigt - sichtlich überrascht aus 16 Metern vorbeischoss.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie ebenso flott wie zerfahren. Die Austria fand ihre spielerische Linie nicht, Rapid wurde mutiger: Salihi verpasste nach Vorlage von Kapitän Steffen Hofmann das Tor aus wenigen Metern nur knapp (65.), auch ein Katzer-Kopfball nach Freistoß (68./Lindner parierte) sorgte für Gefahr. Grün-Weiß schlug schließlich in der 72. Minute zu: Lindner parierte Sonnleitners Kopfball, war beim Nachschuss Salihis aber ohne Chance (72.). Die Austria drängte im Finish auf den Ausgleich, ohne Erfolg. Die einzige echte Chance auf das 1:1 vergab Jun aus nur sechs Metern fahrlässig (79.).

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