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Magath soll schon am Sonntag weg sein © APA (epa)

Der zerrütteten Ehe zwischen dem deutschen Fußball-Vizemeister FC Schalke und Trainer Felix Magath droht eine schmutzige

Der zerrütteten Ehe zwischen dem deutschen Fußball-Vizemeister FC Schalke und Trainer Felix Magath droht eine schmutzige Scheidung. Zu dem von Vereinsboss Clemens Tönnies angekündigten "Gespräch unter Männern" erschienen die "Alphatiere" in juristischer Begleitung. Am Ende des gerade einmal halbstündigen Gesprächs am Sonntag in Düsseldorf hielten sich beide mit Erklärungen zurück.

"Der nächste Termin ist am Mittwoch, ansonsten gibt es nichts zu sagen", kommentierte der Coach im Fachmagazin "kicker". Die außerordentliche Aufsichtsratssitzung zur Wochenmitte dürfte zum letzten Akt eines tagelangen Trauerspiels werden. Trotz des Einzugs der "Königslbauen" ins DFB-Cup-Endspiel und ins Viertelfinale der Champions League sind die Tage des 57-jährigen Feldherrn in Gelsenkirchen gezählt. Nach Medieninformationen sollen nicht nur sportliche oder atmosphärische Gründe, sondern auch Satzungsverstöße von Magath für die bevorstehende Trennung ausschlaggebend sein.

Die Vorwürfe sind brisant: Demnach soll es Magath versäumt haben, sich die in der Satzung festgeschriebene Genehmigung für diverse Transfers mit Kosten über 300.000 Euro eingeholt zu haben. Sollten sich diese Anschuldigungen bestätigen, könnte der finanziell angeschlagene Revierclub geschätzte Abfindungskosten von zwölf Millionen Euro für den im Sommer 2009 eingestellten und damals mit einem Vertrag bis 2013 ausgestatteten Coach einsparen.

Viele Beobachter gehen davon aus, dass schon am kommenden Sonntag beim Spiel in Leverkusen ein anderer Trainer auf der S04-Bank Platz nehmen wird. Als Kandidat wird Otto Rehhagel gehandelt, mit dem sich Schalke-Vorstand Horst Heldt am Freitag getroffen haben soll. Der 72-jährige Europameister-Macher von Griechenland 2004 und Tönnies-Freund gilt aber nur als Interimslösung bis Saisonende. Die Sehnsucht nach dem Meistertitel und nach mehr Harmonie im Verein bestimmt die Suche nach einer großen Lösung. Für eine solche gilt Ralf Rangnick als Favorit.

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