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Messi hat Knieprobleme © APA (Archiv/epa)

Neue Spannung im Kampf um den spanischen Fußball-Meistertitel: Tabellenführer FC Barcelona patzte und erreichte am Sonntag in

Neue Spannung im Kampf um den spanischen Fußball-Meistertitel: Tabellenführer FC Barcelona patzte und erreichte am Sonntag in einer packenden Partie beim FC Sevilla nur ein 1:1, dadurch verkürzte Verfolger Real Madrid den Rückstand um zwei auf fünf Punkte. Das "weiße Ballett" hatte am Samstag den Abstiegskandidaten Hercules Alicante 2:0 bezwungen.

"Der Titelkampf wird sich wohl erst am Saisonende entscheiden", prophezeite Barca-Coach Josep Guardiola. Der eingewechselte Bojan Krkic hatte den Meister nach 30 Minuten in Führung gebracht, Jesus Navas glich nach der Pause für den Cupsieger aus. Real-Trainer Jose Mourinho dürfte sich über den Ausrutscher des Titelrivalen gefreut haben, erlitt aber auch eine persönliche Schlappe. Der Portugiese musste miterleben, wie seine Theorie, wonach die Schiedsrichter und der Fußballverband gegen die Madrilenen seien, krachend zusammenbrach.

Im Spiel Sevilla gegen Barca wollten die zahllosen Fehlentscheidungen des Unparteiischen so gar nicht zu Mourinhos Verschwörungstheorie passen. Miguel Angel Perez Lasa versagte schon in der 7. Minute einem Freistoßtor von Lionel Messi aus unerfindlichen Gründen die Anerkennung. Er ließ eine Serie von Fouls an dem Argentinier ungeahndet und gab keinen Elfmeter, als Bojan im  Strafraum gelegt wurde.

Eigentlich hätten die Katalanen allen Grund gehabt, sich benachteiligt zu fühlen, aber Guardiola biss sich auf die Zunge: "Einem Trainer des FC Barcelona steht es nicht zu, die Leistung des Schiedsrichters zu beurteilen", sagte der Coach.

Die Fehlentscheidungen des Referees waren so eklatant, dass selbst die mit Real sympathisierende Madrider Sportpresse mit dem Unparteiischen aus dem Baskenland hart ins Gericht ging. "Perez Lasa sollte sein Honorar von 1.200 Euro bis auf den letzten Cent zurückzahlen", forderte "As". Das Konkurrenzblatt "Marca" meinte: "Man kann sich Mourinho lebhaft vorstellen, wie er vor dem Fernseher saß und vor Scham am liebsten im Boden versunken wäre. Nichts von dem, was er gepredigt hatte, ging in Erfüllung."

Der Real-Trainer war schon seit Wochen mit der Theorie durch die Lande gezogen, die spanischen Schiedsrichter und Fußball-Offiziellen wollten verhindern, dass die Madrilenen Meister werden. Seine Nörgeleien gingen so weit, dass diese sogar eingefleischten Real-Fans peinlich wurden. Nun musste Mourinho sich von "Marca" vorhalten lassen: "Solange der Trainer keine Beweise für seine Theorien liefert, betreibt er mit seinen Klagen einen billigen Populismus."

Nach dem 1:1 in Sevilla wird fast die halbe Barcelona-Mannschaft von Blessuren geplagt - allen voran Lionel Messi. Der Weltfußballer laboriert an Problemen im rechten Knie, sein Einsatz am Samstag gegen Getafe ist fraglich. Selbiges gilt für Pedro (Adduktorenverletzung), Dani Alves (Knöchelverletzung), Adriano und Maxwell (beide Muskelprobleme). Kapitän Carles Puyol fehlt wegen einer Knieverletzung bereits seit Jänner.

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