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Benzema soll für Tore sorgen © APA (Archiv/epa)

Karim Benzema will gegen seinen Ex-Club keine Gnade zeigen. Im Achtelfinal-Rückspiel zwischen Real Madrid und Olympique Lyon am

Karim Benzema will gegen seinen Ex-Club keine Gnade zeigen. Im Achtelfinal-Rückspiel zwischen Real Madrid und Olympique Lyon am Mittwochabend (20.45 Uhr/live ORF eins und Sky) steht der Franzose im Trikot der "Königlichen" erneut im Mittelpunkt. Mit seinem Joker-Tor beim 1:1 in Lyon bescherte Frankreichs Teamstürmer Real eine angenehme, wenn auch gefährliche Ausgangsposition.

Das erste Viertelfinale seit sieben Jahren will sich Spaniens Rekordmeister trotzdem nicht mehr entgehen lassen. Viel war in dieser Saison über Benzema spekuliert worden. Schwache Leistungen bei wenigen Einsätzen prägten im Herbst die Formkurve des 23-Jährigen, der die Erwartungen in ihn seit seinem 35 Mio. Euro teuren Wechsel von Lyon nach Madrid im Sommer 2009 nie wirklich erfüllt hatte. Trainer Jose Mourinho baute lange Zeit nicht auf den formschwachen Benzema. Erst nachdem der Argentinier Gonzalo Higuain zu Jahresbeginn langfristig ausfallen war, bekam der Stürmer seine Chance.

Aus dem Fehlkauf hat sich innerhalb weniger Wochen nun ein Goalgetter entwickelt. Beim 2:0 gegen Alicante am Wochenende traf Benzema zum dritten Mal in Serie doppelt. In Abwesenheit von Higuain sowie des angeschlagenen Cristiano Ronaldo schien der Franzose für Real plötzlich unentbehrlich. "Er ist besser denn je. In den Spielen ohne Cristiano und Higuain haben wir mit Karim wirklich rechnen können", urteilte sogar der Benzema gegenüber stets kritische Mourinho.

Benzema selbst darf ob des nun positiven Rummels um seine Person erleichtert sein. "Ich habe mich selbst wieder gefunden, mein wahres Level wieder gefunden", meinte er gegenüber der Sport-Tageszeitung "As" (Montag). Im Duell mit Lyon wartet nun der nächste Schritt auf dem Weg zu alter Stärke. Für die Franzosen hatte Benzema in fünf Saisonen 43 Tore erzielt und vier Meistertitel errungen. Nun soll er dabei helfen, dass Real das Achtelfinal-Aus des Vorjahres gegen Olympique endgültig hinter sich lässt.

Wieder in Reals Start-Elf stehen könnte gegen OL auch Ronaldo. Der Portugiese verpasste zwei Liga-Spiele aufgrund einer Muskelverletzung. Gut möglich, dass Mourinho seinen Superstar aber erst in Bedrängnis aufs Feld beordert. Im Estadio Bernabeu sind die Madrilenen jedenfalls eine Macht. Sowohl in der Champions League, als auch in der Primera Division ist Real vor heimischer Kulisse noch ohne Punktverlust. Im siebenten Duell mit Lyon sollen nun auch die Franzosen erstmals geschlagen werden.

In bisher drei Partien in der spanischen Hauptstadt reiste Olympique stets mit einem Remis im Gepäck ab. Am Mittwoch baut die Mannschaft von Claude Puel auf den wieder fitten argentinischen Torjäger Lisandro Lopez. Nicht zur Verfügung steht jedoch der gesperrte brasilianische Teamkicker Michel Bastos. Sorgen bereitet ohnedies nur Ex-Schützling Benzema. "Mourinho ist gezwungen, ihn spielen zu lassen und er hat keine andere Wahl, als sich zu beweisen. Das sind keine guten Neuigkeiten für uns", erklärte Präsident Jean-Michel Aulas.

Schon im Viertelfinale wähnen darf sich Chelsea. Nach einem 2:0 in Dänemark sollte der FC Kopenhagen an der Stamford Bridge kein Stolperstein mehr sein. Mehr als der Gegner beschäftigte da schon die Frage, ob Fernando Torres seine Torsperre endlich beenden wird können. Seit seinem 50 Millionen Pfund teuren Rekord-Transfer wartet der spanische Weltmeister auf seinen ersten Treffer für die "Blues". "Ich bin mir sicher, dass die Tore kommen werden, weil ich immer gewusst habe, dass ich mich erst eingewöhnen muss", wischte Torres alle Bedenken vom Tisch.

In Kopenhagen stahl ihm Sturmpartner Nicolas Anelka die Show, der Franzose bescherte Chelsea mit einem Doppelpack den Sieg. Trainer Carlo Ancelotti wird Anelka voraussichtlich auch am Mittwoch die Chance geben, sein Torkonto von sieben Treffern in der Champions League aufzustocken. Nur der Platz auf der Ersatzbank droht damit erneut Didier Drogba.

In Kopenhagen gab man vor der Reise zum englischen Meister Durchhaltparolen aus. "Wir müssen an uns glauben. Wir müssen gewinnen und wenn wir das erste Tor erzielen, ist alles möglich", meinte Ex-Chelsea-Akteur Jesper Gronkjaer. Die Hoffnungen auf einen Erfolg in London dürften trotzdem gering sein. In den jüngsten 25 Heimspielen in der Königsklasse ging Chelsea nur einmal als Verlierer vom Platz: Im Achtelfinale der Vorsaison gegen den späteren Sieger Inter Mailand.

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