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Magath steht vor der Abberufung in Gelsenkrichen © APA (Archiv/dpa)

Felix Magath will sich offenbar nicht ohne Gegenwehr aus seinen Ämtern beim deutschen Fußball-Bundesligisten Schalke 04

Felix Magath will sich offenbar nicht ohne Gegenwehr aus seinen Ämtern beim deutschen Fußball-Bundesligisten Schalke 04 drängen lassen. "Ich will hören, was man mir vorhält. Ich habe mir nichts vorzuwerfen und mich immer an die Regeln gehalten. Diese Vorwürfe müssen erst bewiesen werden", sagte Magath der "Bild" vor der entscheidenden Aufsichtsratssitzung des Clubs am Mittwoch ab 9.00 Uhr.

Dass Magath anders als in ähnlichen Situationen Rudi Assauer (2006) und Andreas Müller (2009), die ein "Tribunal" scheuten und vorher den Rückzug antraten , sein Recht auf Anhörung wahrnehmen will, deutet auf eine kämpferische Auseinandersetzung hin. Längst geht es nicht mehr allein um sportliche oder atmosphärische Störungen, sondern um juristische Fragen und Fakten.

Folgender Ablauf wird erwartet: Nach Magaths Abberufung als Vorstand durch das elfköpfige Kontrollgremium kann die zweite "Entlassung" durch die Vorstandskollegen Horst Heldt und Peter Peters erfolgen. Sie würden ihn in seiner Funktion als Trainer und Manager freistellen. "Am Trainer Magath können sie nichts mehr aussetzen, nachdem wir das Pokalfinale und das Viertelfinale erreicht haben. Jetzt wollen sie an den Vorstand Magath ran", soll der Fußball-Lehrer laut "Bild" gegenüber Freunden geäußert haben.

Als sicher gilt: Um 15.00 Uhr wird bereits ein neuer Trainer auf dem Platz stehen, der die Mannschaft im Auswärtsspiel am Sonntag bei Bayer Leverkusen erstmals betreut. Als heißer Kandidat gilt weiter Tönnies-Freund Otto Rehhagel. Der 72-Jährige wäre neun Monate nach seinem Rückzug als griechischer Nationalcoach aber nur eine Interimslösung bis zum Saisonende. Denkbar scheint auch, dass Magaths bisheriger Assistent Seppo Eichkorn, der von Magath abgerückt sein soll, die Aufgabe übernimmt und das Zepter am Saisonende an Ralf Rangnick übergibt.

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