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Walchhofer optimistisch nach Pech in der Abfahrt © APA (EXPA/Juergen Feichter)

Bei den Herren geht es um die kleine Kristallkugel, bei den Damen um die große. Die Vorzeichen vor den beiden Weltcup-Super-G am

Bei den Herren geht es um die kleine Kristallkugel, bei den Damen um die große. Die Vorzeichen vor den beiden Weltcup-Super-G am Donnerstag in Lenzerheide sind ähnlich, wie sie es vor den Abfahrten am Mittwoch waren - und doch gänzlich anders. Die ÖSV-Herren haben nun die letzte Chance auf eine Disziplinwertung, und bei den Damen heißt die Favoritin auf den Gesamtweltcup wieder Lindsey Vonn.

Der Schweizer Didier Cuche hat dem Österreicher Michael Walchhofer die Abfahrtskugel weggeschnappt und geht am Donnerstag auf das Speed-Double los. Gleich sechs Athleten besitzen noch die theoretische Möglichkeit, sich zum Kristallbesitzer zu machen. Cuche hält bei 291 Zählern, Ivica Kostelic (CRO) bei 223, Walchhofer bei 214, Hannes Reichelt (AUT) bei 207, Carlo Janka (SUI) bei 205 und Romed Baumann (AUT) bei 197.

"Noch gibt es die Möglichkeit auf eine Kugel", beruhigte Walchhofer, der aber erst einmal die Enttäuschung in der Abfahrt wegstecken musste. "Im Super-G wird es viel schwieriger werden, aber wir sehen ja immer wieder, was alles passieren kann", wollte auch ÖSV-Sportdirektor Hans Pum die Hoffnung noch nicht aufgeben. Man muss weit blättern, um festzustellen, wann Österreichs Skiherren bisher zum letzten Mal keine Disziplinwertung gewonnen haben: es war in der Saison 1995/1996.

Bei den Damen ist im Super-G die Entscheidung schon gefallen, Vonn vor der Deutschen Maria Riesch heißt es wie in der Abfahrt. Im Gesamtweltcup liegt Vonn seit der Abfahrt mit 27 Zählern vor Riesch und hofft, vor den technischen Rennen (Riesentorlauf und Slalom) den Vorsprung ausbauen zu können. Gelingt dies nicht, hat das aber wohl auch noch nicht viel zu bedeuten, denn vergangene Woche in Spindleruv Mlyn standen einem 29. Platz im Riesentorlauf und einem Ausfall im Slalom von Riesch die Ränge 3 und 16 von Vonn gegenüber.

Für Österreich hofft Weltmeisterin Elisabeth Görgl nach Rang drei in der Abfahrt auch noch auf ein Super-G-Podest. "Gut fahren und attackieren, dann ist etwas möglich. Am ersten Tag hat mir der Hang noch nicht so getaugt, aber mittlerweile kann ich sagen, dass es geil zu fahren ist und echt Spaß macht. Richtig etwas zum Kämpfen", erläuterte die Steirerin.

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