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Schlierenzauer führt vor Koch und Morgenstern © APA (Archiv/epa)

Die drei österreichischen Anwärter auf den Gesamtsieg im Skiflug-Weltcup sind auf Anhieb gut mit der Schanze in Planica zurecht

Die drei österreichischen Anwärter auf den Gesamtsieg im Skiflug-Weltcup sind auf Anhieb gut mit der Schanze in Planica zurecht gekommen. Gregor Schlierenzauer (220,5 m), Martin Koch (211,5) und Thomas Morgenstern (219,5) übertrafen bei ihren zweiten Sprüngen jeweils die 210-m-Marke - damit war Spannung für die letzten zwei Einzelbewerbe der Saison 2010/11 am Freitag und Sonntag garantiert.

Auch der Schweizer Weltmeister Simon Ammann ist noch nicht aus dem Rennen um die "kleine" Kristallkugel. Um die Tagessiege mischen auch der Slowene Robert Kranjec (228,5 m) und der Norweger Anders Bardal (227,0), die Besten der Qualifikation, mit. In der Skiflug-Wertung führt Schlierenzauer 24 Punkte vor Koch und 63 vor Morgenstern; Ammann, der noch keinen Tagessieg auf den größten Schanzen aufweist, ist mit 67 Punkten Rückstand Vierter.

Schlierenzauer, Doppelsieger auf der nun weltgrößten Schanze in Vikersund, macht kein Hehl aus seinen Absichten. "Ich bin sehr zufrieden und ich habe noch genügend Reserven", sagte der Großschanzen-Weltmeister von Oslo. "Die Kugel wäre eine schöne Draufgabe."

Schlierenzauer ist mit neun Tagessiegen der erfolgreichste Skiflieger in der Weltcup-Geschichte, Koch hat in dieser Saison seine ersten zwei Erfolge eingeflogen. "Ich habe versucht, die Grenzen auszuloten, wie aggressiv man springen kann", sagte der Kärntner. Morgenstern genießt die weiten Flüge, an die Kristallkugel denkt er nicht. "Da müsste sehr viel zusammenpassen", meinte der Weltcup-Gesamtsieger. "Ich sehe es als Herausforderung und als Weichenstellung für die nächste Saison."

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