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Trainer Schöttel war mit Spiel in Graz zufrieden © APA (Parigger)

Wiener Neustadt baut im Kampf um die vorderen Bundesliga-Plätze auf seine Heimstärke. Mit Mattersburg gastiert am Samstag

Wiener Neustadt baut im Kampf um die vorderen Bundesliga-Plätze auf seine Heimstärke. Mit Mattersburg gastiert am Samstag (18.30 Uhr) ein gern gesehener Nachbar in Niederösterreich. Drei Siege in drei Heimspielen gegen die nur rund 20 Kilometer entfernt beheimateten Burgenländer sprechen eine deutliche Sprache zugunsten der Neustädter. Der Vorletzte hat sich im Frühjahr jedoch stabilisiert.

"Wir haben jetzt zwei Heimspiele und eine gute Heimbilanz. Dann werden wir sehen, wo wir stehen", meinte SC-Trainer Peter Schöttel vor den Auftritten gegen Mattersburg und eine Woche später gegen Wacker Innsbruck. Als ernster Kandidat um einen Startplatz in der Europa League sieht der Ex-Internationale sein Team (noch) nicht, "aber träumen kann man immer". Derzeit liegen die Niederösterreicher vier Zähler hinter dem Dritten Salzburg auf Platz sechs.

Mit Siegen im Heim-Doppel könnte dies schon bald anders aussehen. Ausgerechnet aus einer Niederlage schöpft der zwei Runden sieglose SC nun Hoffnung. Das unglückliche 0:1 in Graz in der Vorwoche bezeichnete Schöttel als die beste Leistung im Frühjahr. "Wenn es gelingt, diese wieder abzurufen, bin ich zuversichtlich", sagte der Coach.

Während Wr. Neustadt auf die vorderen Plätze schielt, orientiert sich Mattersburg weiterhin nach unten. Neun Punkte liegen die Burgenländer elf Runden vor Saisonende vor dem LASK. Die Linzer zeigten zuletzt auch unter Neo-Coach Walter Schachner Zeichen von Resignation. "Man registriert solche Dinge schon, aber es gibt noch 33 Punkte zu vergeben. Man darf sich davon nicht einlullen lassen. Unsere Vorgehensweise hat sich nicht verändert: Das nächste Spiel ist immer das wichtigste", meinte SVM-Trainer Franz Lederer.

Dass die Blau-Weißen in der aktuellen Situation zu favorisieren sind, ist auch für den dienstältesten Coach der Liga klar. "Wr. Neustadt hat zu Hause Rapid und Red Bull geschlagen, ist ein Team, das um Europacup-Plätze spielt. Das ist ein schwerer Gang, da muss man hellwach sein und mit allen Mitteln bestehen", erklärte Lederer, dessen Mannschaft im Frühjahr eine ausgeglichene Bilanz (2-2-2) vorweisen kann.

Um angeschlagene Stammkräfte bangen mussten vor den Abschlusstrainings am Freitag beide Trainer. Bei Wr. Neustadt sind Guido Burgstaller (Ferse) und Vaclav Kolousek (Adduktoren) fraglich, auf der Gegenseite sind Torhüter Thomas Borenitsch (Adduktoren) und Ilco Naumoski (Verhärtung im Oberschenkel) nicht voll fit. Noch dazu ist mit Tomas Simkovic bzw. Kapitän Michael Mörz jeweils ein Spieler gesperrt.

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