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Über den Titel will Foda noch länger nicht reden © APA (Pfarrhofer)

Sturm Graz will die eben erst eroberte Tabellenführung auch nach der 26. Runde nicht aus der Hand geben. Die einzige

Sturm Graz will die eben erst eroberte Tabellenführung auch nach der 26. Runde nicht aus der Hand geben. Die einzige ungeschlagene Mannschaft des Frühjahres gastiert am Samstag (18.30 Uhr) am Innsbrucker Tivoli und kann erstmals seit Mitte Dezember auf seinen Paradesturm Roman Kienast und Imre Szabics zurückgreifen. Der heimstarke Aufsteiger will es den Steirern aber so schwer wie möglich machen.

"Es wird aber ganz sicher kein leichtes Spiel, Wacker hat gegen Ried und Salzburg gepunktet. Aber wir wollen wie in jedem Spiel auch in Tirol drei Punkte machen", wurde Sturms Coach Franco Foda nicht müde zu betonen. Drei Siege und drei Remis im neuen Jahr beförderten die Grazer an die Spitze, die sie nur denkbar knapp dank der mehr erzielten Treffer (45 gegenüber 44) vor der Austria einnehmen. Da die Violetten bei Meister Salzburg antreten müssen, könnten die "Blackies" ihre Führung weiter ausbauen.

Auf die Meisterschaftsambitionen angesprochen lässt sich Foda weiterhin nicht aus der Reserve locken. Erst nach dem Auftritt in Tirol, der Doppelrunde gegen Rapid und dem Heimspiel gegen Salzburg in den kommenden Runden könne man einen Ausblick wagen. "Zu den Titelchancen werde ich nach den nächsten vier Spielen Stellung nehmen. Dann wissen wir mehr, wie die Meisterschaft läuft", meinte der Deutsche.

Zuletzt überzeugte Sturm mit einer nicht unbedingt schönen, aber effektiven Spielweise. Diese brachte auch teils laute Kritik von den Rängen ein. Am Mittwoch gab es deshalb ein Treffen zwischen Foda und Fanclubvertretern. "Es war ein konstruktives Gespräch, wir sitzen ja alle im selben Boot", berichtete der Sturm-Trainer, der in Innsbruck auf den gesperrten Ferdinand Feldhofer verzichten wird müssen.

Wieder fit scheint vor den anstehenden Aufgaben der Paradesturm. Toptorjäger Kienast (14 Saisontreffer) hat seinen Muskelfaserriss offenbar überwunden, gemeinsam mit Szabics steht der 19-Tore-Angriff den Grazern wieder zur Verfügung. Zuletzt war dies beim 1:2 in Salzburg am 12. Dezember der Fall. Das Duo zeichnete auch beim bis dato jüngsten Erfolg gegen Wacker, einem 2:0 in Graz Mitte Oktober, für die beiden Tore verantwortlich.

Doch die auswärts im Frühjahr in zwei Partien noch sieglose Sturm-Elf sollte vor dem Gegner gewarnt sein. Wacker brachte zuletzt am Tivoli die Austria in Bedrängnis, musste sich den Wienern aber am Ende 0:3 geschlagen geben. Dies war auch die einzige Pleite in den jüngsten sieben Auftritten vor heimischer Kulisse. "Wir können unbeschwert ins Spiel gehen, der Druck liegt beim Tabellenführer", meinte Trainer Walter Kogler.

Nach geschafftem Saisonziel Nummer eins will der siebentplatzierte Aufsteiger nun den nächsten Schritt ins Auge fassen. "Wir haben den Klassenerhalt geschafft, nun können wir uns ohne Druck nach vorne orientieren. Wir können auch gegen Sturm Graz etwas mitnehmen", sagte Kogler, der nur den an Patellasehnenproblemen laborierenden Löffler vorgeben muss.

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